VISION: SP will den Verkehr in Luzern radikal umbauen

Massiv weniger Autos sollen bis 2030 in der Stadt Luzern verkehren. Dafür x-mal mehr Velos. Davon träumt die SP. Wie das erreicht werden kann, weiss die Partei jedoch (noch) nicht.

Luca Wolf
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Nur noch Busse und Velos, aber keine Autos mehr in der Stadt Luzern: Davon träumt die SP. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Nur noch Busse und Velos, aber keine Autos mehr in der Stadt Luzern: Davon träumt die SP. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Es sind gewagte Vorschläge, welche die SP-Arbeitsgruppe Verkehr erarbeitet hat. Folgerichtig heisst das Papier, das am Dienstagabend an der Mitgliederversammlung verabschiedet wurde, «Vision 2030». Und das sieht das Papier vor:

  • Der Anteil des mobilisierten Individualverkehrs (MIV) an der gesamten Mobilität wird von heute 41 auf maximal noch 10 Prozent gesenkt.
  • Der Anteil des Veloverkehrs beträgt mindestens 30 Prozent. Heute sind es 2 Prozent.
  • Der Anteil des Fussverkehrs beträgt mindestens 20 Prozent. Aktuell sind es 9 Prozent.

Die Vision einer autofreien Stadt

Unbeeindruckt vom zunehmenden Widerstand der Bürgerlichen und von Wirtschaftsvertretern gegen die in ihren Augen autofeindliche Verkehrspolitik träumt die SP von einer nahezu autofreien Stadt. «Verkehrsfragen beschäftigen die Bevölkerung, die Verkehrspolitik wird zunehmend negativ gewertet», steht in der Vision 2030. Die SP setze sich für einen «radikalen Wandel» ein und fordere eine «strikte Ausrichtung» an der Lebensqualität der Stadtbewohner.