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Vital Burger

Emmer Gemeinderatskandidat des Forums Emmen
Beatrice Vogel
Im Bild ist Vital Burger, einer der Emmer Gemeinderatskandidaten.Vital Burger wurde bei der Kirche Gerkiswil fotografiert wo man eine schöne Aussicht auf die Alpen hat.(foto: roger gruetter) freier fotograf

Im Bild ist Vital Burger, einer der Emmer Gemeinderatskandidaten.
Vital Burger wurde bei der Kirche Gerkiswil fotografiert wo man eine schöne Aussicht auf die Alpen hat.

(foto: roger gruetter) freier fotograf

Persönlich

Vital Burger ist ein Mann mit viel Energie und grossen Ideen. So manche seiner Visionen schiessen über das Ziel hinaus, doch in den Ansätzen sind sie oft einleuchtend – etwa der Ausbau des Bahnhofs Emmenbrücke anstelle des Luzerner Tiefbahnhofs. Auch einen gewissen Weitblick kann man ihm nicht absprechen: Schon 2009, vor dem Bau der Feldbreite, warnte Burger davor, dass Bevölkerungswachstum Infrastrukturkosten verursacht, die durch die zusätzlichen Steuereinnahmen nicht wettgemacht werden können.

Der 54-Jährige diskutiert gern und hat klare Überzeugungen. Doch zeigt er einen gewissen Hang zu Verschwörungstheorien. Beruflich und privat ist Burger oft im Ausland unterwegs. Entsprechend spricht er viele Sprachen. Als Präsident des Freundeskreises Schweiz-Iran pflegt er internationale Kontakte.

Beruflich

Der Lebenslauf von Vital Burger ist beeindruckend. Er ist beruflich ein Hans Dampf in allen Gassen. So hat er einen Abschluss in Ökonomie und ist im Besitz eines Rechtsanwaltspatents. In beiden Berufen hat er zumindest zeitweise gearbeitet. Eine Zeit lang war Burger als Berufspilot und Helikoptermechaniker tätig. Heute entwickelt er unter anderem mit verschiedenen Firmen Elektro-Scooter und -Dreiräder.

Politisch

Ihn als Politiker zu bezeichnen, wäre für Vital Burger eine Beleidigung. Viel mehr sieht er sich als Kämpfer gegen den Politfilz. Viele Politiker seien korrupt oder für ihre Aufgaben nicht geeignet, sagt er. Das ist der Grund, weshalb er sich schon mehrmals selbst als Gemeinderatskandidat zu Verfügung gestellt hat.

Mit der Bürgerbewegung Forum Emmen engagiert sich Burger dennoch politisch, nämlich für Anliegen der Bevölkerung, die von den etablierten Parteien nicht aufgegriffen werden. So war er Mitbegründer der IG Glasfaser und Energie Luzern (Igel) sowie Mitinitiant der kantonalen Volksinitiative «Für tiefere Strompreise und sichere Arbeitsplätze», die 2012 an der Urne überraschend knapp scheiterte. Auch stiess das Forum Emmen mit der Initiative «Wasserwendi, mer wend di» eine Diskussion an, die dazu führte, dass der Emmer Gemeinderat heute nur noch über Liegenschaftsgeschäfte in der Höhe von 1 Million Franken entscheiden kann. Mit der Initiative «S Wasser ghört üs» hatte das Forum Emmen, das notabene ein Jahr zuvor zu diesem Anlass gegründet wurde, 2007 an der Urne Erfolg.

Fazit

Seine vielfältige Lebenserfahrung ist eine klare Stärke von Vital Burger. Als Visionär ist er grundsätzlich auch für die strategische Aufgabe des Gemeinderats geeignet. Allerdings bräuchte er Mitarbeiter, die seine unkonventionellen Ideen auf ein realistisches Mass temperieren.

Sein Misstrauen gegen alles Etablierte dürfte ihm als Gemeinderat im Weg stehen – schliesslich war er immer Oppositioneller. Es ist fraglich, ob Burger eine Kehrtwende machen wird, um mit den anderen Gemeinderäten am gleichen Strick zu ziehen.

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