VITUS HUONDER: Jetzt wehren sich die Laientheologen

Die Ankündigung des Bischofs des Bistums Chur, Vitus Huonder, dass neue Laientheologen in Zukunft an Messfeiern nicht mehr predigen dürfen, wirft weiter hohe Wellen.

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Im Kreuzfeuer der Kritik: Vitus Huonder, der Bischof von Chur. (Bild Keystone)

Im Kreuzfeuer der Kritik: Vitus Huonder, der Bischof von Chur. (Bild Keystone)

Am Donnerstag forderte das Luzerner Manifest in einem offenen Brief den Bischof auf, seinen Entscheid rückgängig zu machen. Angeschlossen an das Bistum Chur sind auch die Zentralschweizer Kantone Schwyz, Nid- und Obwalden sowie Uri.

Appell an Solidarität
Die Nachricht, dass Pastoralassistenten nicht mehr predigen dürfen, die neu in den Dienst des Bistums Chur treten werden, «hat uns konsterniert», schreibt der Luzerner Theologe und Religionslehrer Bruno Fluder in dem Brief. «Wir appellieren an Ihre Solidarität mit der katholischen Kirche in den anderen Regionen der Schweiz, wo immer mehr PastoralassistenInnen die Seelsorge aufrechterhalten», schreibt Fluder weiter und fragt lakonisch: «Sollen diese Pfarreien um qualitativ hoch stehende Predigten betrogen werden, weil ein Priester noch rasch eine Predigt aus dem Hut zaubern muss, weil er vielleicht am Wochenende drei verschiedenen Gottesdiensten zu drei verschiedenen Themen vorstehen muss?»

Das Luzerner Manifest ist eine Interessensgemeinschaft von Vertretern von katholischen Verbänden, Vereinen und kirchlichen Behörden. In einem im Oktober 2006 in Luzern unterzeichneten Manifest fordern sie die Aufhebung des Pflichtzölibates und die Zulassung der Frauen zur Priesterweihe.

Christoph Reichmuth

Den ausführlichen Artikel können Sie in der Neuen Luzerner Zeitung vom Freitag nachlesen.