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VITZNAU: 22 000 Kürbisse zu Kunstwerken arrangiert

Ob als Suppe oder im Muffin: Der Kürbis hat wieder Hochkonjunktur. Im Hotel Vitznauerhof ist er nicht nur auf dem Teller, sondern gar im Spa-Bereich vertreten.
Auf dem Areal des «Vitznauerhofs» in Vitznau ist unter anderem dieser Leuchtturm aus Kürbissen zu bestaunen. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)

Auf dem Areal des «Vitznauerhofs» in Vitznau ist unter anderem dieser Leuchtturm aus Kürbissen zu bestaunen. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)

Der Orka springt aus einem Meer von Kürbissen hoch. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)
Ein Kürbis-Lauchtturm am Vierwaldstättersee. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)
Auch dieser Kracke ist aus Kürbis und wird wieder zu Kürbis. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)
Der zweite Orka tümpelt in ruhigem Kürbisgewässer. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)
Ein Blick hinter die Kürbis-Kulisse: das formgebende Drahtgitter lugt hervor. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)
Zwei Riesenschildkröten unter dem Blätterdach eines echten undeines falschen Baumes. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)
Ein Riesen-Seepferd blickt herab auf das Vogelbad. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)
Damit die Gäste auch auf der Platform es wissen: Es sind während der Ausstellungsdauer auch Kürbiswochen im Vitznauerhof. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)
Vor dem Vitznauerhof lugt eine in Kürbis gekleidete Meeresjungfrau hervor. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)
9 Bilder

Kürbisse, die etwas darstellen



Überall stösst man auf die farbenfrohen Dickköpfe. Gleich beim Eingang des «Vitznauerhofs» wird der Gast von einem Schwergewicht aus Deutschland begrüsst: dem 294 Kilogramm schweren «Karl». Dieser ist erst 63 Tage alt und hatte bis zu seiner Ernte einen Wasserverbrauch von total 30 000 Litern. Sein Kompagnon steht auf der Rigi und soll Besucher ins Viersterne-Superior-Hotel locken. Zudem tummelt sich jede Menge Meeresbewohner wie Seepferdchen, Delfine, Blauwale, eine Meerjungfrau und ein Nemo-Schwarm im Hotelpark.

Skulpturen wiegen 26 Tonnen

Bekannte Kürbissorten wie Butternut, orange und blaue Hokkaidos, Mandarin, Gooligan, Golden Nuggets und Rondini sind einzeln aufgereiht oder zu kunstvollen Objekten zusammengebaut. Elf Skulpturen aus rund 22 000 Speisekürbissen mit einem Gesamtgewicht von 26 Tonnen sind im und auf dem Hotelgelände auf- und ausgestellt. Manche wiegen nur 50 Gramm, andere bringen gegen 300 Kilogramm auf die Waage.
Ein spannender Lehrpfad informiert die Besucher über die faszinierende Welt des orangen Herbstgewächses und zeigt deren Vielfältigkeit auf. Im Anschluss an die sechswöchige Ausstellung werden die Kürbisse verkauft. «Der Erlös kommt der Kinderkrebshilfe zugute», sagt Hoteldirektor Bardhyl Coli.

Gäste zum Besuch animieren

Die Kürbisausstellung zum Thema «Meer» im Hotel Vitznauerhof findet in Zusammenarbeit mit der Jucker-Farm aus dem Zürcher Oberland statt. Die Familie hat die Skulpturen eigenhändig geschaffen und sich mit Kürbisausstellungen im In- und Ausland einen Namen gemacht. «Uns verbindet eine persönliche Geschichte mit der Familie Jucker», verrät das Direktionsehepaar Maria und Bardhyl Coli. Mit der Ausstellung wolle man Gäste und Familien aus der Region zu einem Besuch im Hotel Vitznauerhof inspirieren. Bei vielen herrsche so etwas wie Schwellenangst.

Der «Vitznauerhof» will nicht nur die dekorative Seite der Kürbisse hervorheben. «Vielmehr wollen wir aufzeigen, was sich alles mit Kürbissen machen lässt, auch kulinarisch», so das Ehepaar Coli. Das Konzept lautet: «Alle Sinne fördern.» Dazu gehört selbstverständlich auch die Küche: Der mit 15 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnete Küchenchef Karim Schumann (28) setzt zu wahren Kürbis-Höhenflügen an und überzeugt mit überraschenden Kreationen. Sogar die Spa-Abteilung zieht mit: Wie wärs mit einer Kürbiskern-Massage, einer Kürbispackung oder einem Kürbiskernpeeling?

Frühere Arme-Leute-Speise

Was früher als Arme-Leute-Speise galt, erlebt heute eine Renaissance. Lediglich süss-sauer eingemacht kam der Kürbis zu Grossmutters Zeiten als Beilage auf den Tisch. Der Kürbis führte damit ein Schattendasein. Die Zeiten haben sich geändert: Viele kreative Küchenchefs setzen heute auf die farbenfrohe Herbstfrucht.

Hinweis
Ausstellung im «Vitznauerhof» noch bis 15. Oktober.

Monika van de Giessen

Auf dem Areal des «Vitznauerhofs» in Vitznau sind derzeit elf imposante Skulpturen aus rund 22 000 Kürbissen zu bestaunen. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)

Auf dem Areal des «Vitznauerhofs» in Vitznau sind derzeit elf imposante Skulpturen aus rund 22 000 Kürbissen zu bestaunen. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)

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