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Vitznau: Herbert Imbach wird neuer Gemeindepräsident

Im zweiten Wahlgang vom 15. Juli konnte Herbert Imbach die meisten Stimmen für sich gewinnen. Er wird ab September das Amt des Gemeindepräsidenten von Vitznau von Noldi Küttel (62, CVP) übernehmen.
Martina Odermatt
Herbert Imbach (links, parteilos) und Martin Waldis (SVP) kämpften am Sonntag um das Amt des Gemeindepräsidenten. Imbach holte im zweiten Wahlgang am meisten Stimmen. Bild: Dominik Wunderli (10. Juni 2018)

Herbert Imbach (links, parteilos) und Martin Waldis (SVP) kämpften am Sonntag um das Amt des Gemeindepräsidenten. Imbach holte im zweiten Wahlgang am meisten Stimmen. Bild: Dominik Wunderli (10. Juni 2018)

Vitznau hat einen neuen Gemeindepräsidenten. Herbert Imbach (50, parteilos) wird das Amt ab dem 1. September von Noldi Küttel (62, CVP) übernehmen. Das ist das Resultat des zweiten Wahlgangs in der Seegemeinde. Mit 311 zu 192 Stimmen setzte sich der Architekt, der erst seit vergangenem Oktober in der Gemeinde wohnt, gegen Martin Waldis (52, SVP) durch. «Es ist ein sehr gutes Ergebnis, das ist schön», sagte Imbach nach der Wahl auf Anfrage.

Bereits im ersten Wahlgang vom 10. Juni erzielte Imbach ein gutes Ergebnis – verpasste die Wahl zum Gemeindepräsidenten jedoch haarscharf. Eine Stimme hatte ihm gefehlt für die Wahl in den Gemeinderat, zwei Stimmen für die Wahl zum Gemeindepräsidenten. Aufgrund dieses guten Ergebnisses sei er denn auch zuversichtlich gewesen für den zweiten Wahlgang. «Ich hatte höchstens Bedenken, dass die Leute nicht an die Urne gehen. Doch die Wahlbeteiligung war sogar noch höher als im ersten Wahlgang», sagt Imbach.

Der Vitznauer Bevölkerung ist er dankbar für die Chance. «Dass man Neuzuzügern dieses Vertrauen schenkt, ist sehr schön.» Imbach ist gebürtiger Luzerner, hat die letzten 25 Jahre jedoch in Zürich gelebt und besitzt dort eine Agentur für Öffentlichkeitsarbeit bei Hoch- und Tiefbauprojekten.

Wahlkampf verlief kollegial und freundlich

Speziell vorbereitet für diesen zweiten Wahlgang habe er sich nicht. «Ich habe mich im Dorf gezeigt und war in lokalen Medien präsent», sagt Imbach. Aber richtigen Wahlkampf habe er nicht betrieben, auch nicht nach dem Resultat im Juni. Allgemein sei der Wahlkampf sehr fair gewesen. Auch als noch vier Leute für das Gemeindepräsidium kandidierten. «Es wurde sehr kollegial und freundlich miteinander umgegangen», so Imbach. Keine Plakate seien aufgehängt oder Äusserungen unterhalb der Gürtellinie gemacht worden.

«Dass man Neuzuzügern dieses Vertrauen schenkt, ist schön.» - Herbert Imbach, neuer Gemeindepräsident von Vitznau.

Oft sei Imbach im Umfeld darauf angesprochen worden, warum er die Last dieses Amtes auf sich nehme – Noldi Küttel hatte nach zehn Jahren den Rücktritt bekannt gegeben, weil er sich ausgebremst fühlte. «Für diese Gemeinde nehme ich das gerne auf mich», sagt Imbach.

«SVP ist vielen ein Dorn im Auge»

Sein Kontrahent Martin Waldis nimmt die Niederlage sportlich. «Wenn man nicht auch verlieren kann, muss man keine Politik machen», sagt der Schreiner und Fitness-Instruktor. Erfreut zeigt er sich über die Wahlbeteiligung von 58 Prozent. Das Wahlresultat hat Waldis in etwa so erwartet, wie es eingetreten ist. «Ich habe mich im Dorf umgehört, wie die Leute grundsätzlich denken. Vielen ist die SVP ein Dorn im Auge», sagt Waldis. Die Vitznauer erhofften sich mit dem «Forum Vitznau», das den neuen Gemeindepräsidenten Imbach unterstützte, andere Lösungen und eine offenere Gemeinde, schätzt Waldis.

Doch aufgeben werde er wegen dieser Niederlage nicht. «Wir müssen dranbleiben. Es ist wichtig, dass man mitmacht und wahrgenommen wird, auch in Kommissionen. Wir werden den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken.» Waldis werde auch weiterhin mit Leuten zusammen arbeiten und nach Lösungen suchen. Immerhin habe er für den zweiten Wahlgang ein paar FDP-Stimmen holen können, obwohl die Partei die Stimmfreigabe beschlossen hatte.

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