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VITZNAU: Letzte Chance für diese Saison

Die Seerose kann wieder als Kulturplattform genutzt werden. Doch die Zeit drängt: Im September sollen darauf ein Festival und externe Anlässe stattfinden.
Roseline Troxler
Ein Podiumsgespräch im letzten September auf der Seerose vor Vitznau. (Bild Pius Amrein)

Ein Podiumsgespräch im letzten September auf der Seerose vor Vitznau. (Bild Pius Amrein)

Roseline Troxler

Die Kultur kommt zurück auf die Seerose: Die Dienststelle Raum und Wirtschaft (Rawi) hat dem Verein Muth die Bewilligung erteilt, die Plattform in Vitznau für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen (Ausgabe vom Samstag). Es wurde vereinbart, dass die Seerose dieses Jahr maximal während acht Wochen genutzt werden kann. Der Verein Muth, der ein Zentrum für Jugend, Musik und Theater realisieren will, plant auf der stählernen Plattform Konzerte. Die Seerose wurde für das «Gästival» gebaut, ein Festival der Gastfreundschaft, das letztes Jahr in der Zentralschweiz stattgefunden hat. Im Anschluss hatte der Verein Muth die Plattform bereits 2015 für Kulturanlässe genutzt.

Beschwerde noch möglich

Mitte August soll die Seerose nun ihr vorübergehendes Quartier in Flüelen verlassen und im Bootshafen Vitznau befestigt werden. Sakrosankt ist dies noch nicht. Bis am 10. August kann beim Kantonsgericht Beschwerde eingereicht werden. Fabio Küttel, Geschäftsführer des Vereins Muth, sagt: «Bei einer Beschwerde müssten wir das Projekt für dieses Jahr beerdigen.» Um möglichst bald Verbindlichkeit zu haben, wolle der Verein mit dem Anwohner das Gespräch suchen, dessen Einsprache am längsten noch offen war. Dann sei auch ein früherer Transport der Seerose ein Thema.

Der Verein Muth wollte ursprünglich spätestens im August mit kulturellen Veranstaltungen auf der Seerose starten. Küttel sagt denn auch: «Es ist schade, dass es zu Verzögerungen gekommen ist. Damit kann unser Verein die Seerose dieses Jahr wohl nicht kostendeckend betreiben.» Bei einem allfälligen Defizit wird ein Sponsor in die Bresche springen. «Das Park Hotel Vitznau hat uns Unterstützung zugesichert.» Hinter dem Park Hotel steht der österreichische Investor und Musikliebhaber Peter Pühringer.

Eine Verlängerung der Nutzung der Seerose in den Herbstmonaten ist für Küttel nur in «Ausnahmefällen» ein Thema. «Die Seerose ist aufgrund ihres Open-Air-Charakters als Kulturort bloss im Sommer attraktiv.»

Festival für junge Künstler

An den September-Wochenenden folgt nun das zweite Muth-Festival für junge Künstler. «Wir erwarten weit über 200 Mitwirkende», so Küttel. Als Höhepunkt bezeichnet er die Swinging Kids aus Romanshorn, die bereits mehrfach ausgezeichnet worden sind. Das Programm des Festivals soll nächstens feststehen. Auch Firmen und Verbände haben Interesse an der Seerose angemeldet, etwa um Tagungen durchzuführen. «Diese Nutzung soll uns Einnahmen generieren», so Küttel. Er betont aber, dass die Seerose hauptsächlich der Jugendförderung dienen soll.

Neues Gesuch im Jahr 2017

Für das nächste Jahr muss der Verein erneut ein Gesuch für die Nutzung der Seerose einreichen. Dann soll der Stahlbau auch als Badi genutzt werden. Aufgrund von Einsprachen musste diese Idee in diesem Sommer verworfen werden. Nebst der Seerose möchte der Verein auch an Land eigene Infrastruktur. «In Vitznau und Weggis laufen Gespräche. Noch ist nichts spruchreif», sagt Küttel.

Die Seerose wird auch heuer wieder in Flüelen überwintern. Der Verein Muth hofft, dass sie dereinst fix vor Vitznau verankert werden kann. Dafür soll die Hafenzone erweitert werden. Voraussetzung ist eine Umzonung. «Im Herbst steht das Projekt bei der Gemeinde auf der Traktandenliste», so Küttel.

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