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VITZNAU: Nachbarn wehren sich gegen Seerose-Badi

Einsprachen verzögern das Vorhaben, die Seerose als Konzertort und Badi zu nutzen. Solche drohen auch neuen Winterplänen.
Die Seerose als Badi? Von Mai bis September soll dies in Vitznau Realität werden. Allerdings regt sich Widerstand. (Symbolbild) (Bild: Roger Gruetter | Neue LZ)

Die Seerose als Badi? Von Mai bis September soll dies in Vitznau Realität werden. Allerdings regt sich Widerstand. (Symbolbild) (Bild: Roger Gruetter | Neue LZ)

fi. Eine verlockende Idee: Von Mai bis September soll die Seerose – die schwimmende Bühne des Gästivals – in Vitznau ankern. Tagsüber würde sie als Badi dienen, abends als Kulturort (Ausgabe vom 9. April). Die Idee stammt vom Verein Muth, der in Vitznau ein Zentrum für Jugend, Musik und Theater realisiert. Das nötige Gesuch lag beim Kanton als Bewilligungsbehörde bis Ende April auf. Die Seerose ankert jedoch nach wie vor in Flüelen. Grund: «Gegen das Projekt gingen vier Einsprachen ein», sagt Raphael Walker, Bereichsleiter Baubewilligungen bei der Dienststelle Raum und Wirtschaft (Rawi), und bestätigt einen Beitrag des Regionaljournals Zentralschweiz.

Zugang tangiert Privatgrundstücke

Drei Anstösser befürchten Lärmimmissionen und kritisieren, die Nutzung als Badi sei zu wenig klar aufgezeigt worden. Fabio Küttel, Geschäftsführer des Vereins Muth, gibt sich selbstkritisch: «Aus Zeitdruck konnten wir vor Einreichung des Gesuchs nicht alle Einzelheiten regeln.» Der Zugang zur Seerose tangiere zwei Privatgrundstücke. «Ich bin zuversichtlich, dass die nötigen Vereinbarungen unterzeichnet werden und wir die Einsprachen gütlich erledigen können.»

Die vierte Einsprache stammt vom Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee (LSVV), wie Präsident Urs Steiger auf Anfrage bestätigt. «Gegen die Platzierung in Vitznau gibt es nichts einzuwenden. Unzulässig ist jedoch, die Nutzung der Seerose auszuweiten und sie als Badi zu verwenden. Die Seerose war als temporäre Installation gedacht, die nach Abschluss der Nutzung verschrottet wird.» Die jetzigen Pläne übersteigen die kulturelle Nutzung. «Es geht nicht an, dass immer mehr Nutzungen vom Land aufs Wasser verlagert werden.» Einsprache erhebt der LSVV daher auch gegen das nun publik gewordene Vorhaben des Vereins «Weihnachten in Luzern»: Dieser plant, die Seerose am Ufer des Kurplatzes als «Weihnachtsplattform mit Markt und Kulturprogramm» zu nutzen. Dies geht aus den Gesuchsunterlagen hervor, die noch bis 30. Mai beim Rawi aufliegen. Geplant ist dabei auch, das Eisfeld vom Europaplatz zum Pavillon zu verlegen.

Gemeinderat will vermitteln

Zurück zu Vitznau: Die Einsprachen verzögern das Projekt. «Die Bereinigung dieser kann bis zu zwei Monate oder mehr beanspruchen. Eine Stationierung im Mai ist nicht realistisch», sagt Walker vom Rawi. Das anstehende Lagerabschlusskonzert vom übernächsten Wochenende findet daher nun im Kurpark statt. Damit entgehen dem Verein Muth Kiosk- und Ticketeinnahmen. Mit solchen sollten die Kosten für Transport und Verankerung der Plattform gedeckt werden. Ein Betrag im fünfstelligen Bereich. Küttel: «Für uns hat die Seerose als Kulturplattform Priorität. Bestehen Ende Juni noch Einsprachen, lassen wir die Badi-Idee fallen.» Für Kultur müsste die Seerose ab August genutzt werden können.

Der Gemeinderat unterstütze das Projekt nach wie vor, sagt Carmen Blaser: «Eine Badi ist ein Anliegen der Bevölkerung. Wenn nötig, werden wir als Vermittler auftreten.»

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