VITZNAU: Schweizer Brauchtum ist wieder im Trend

10'000 Besucher feierten an der Sennenchilbi in Vitznau. Unter ihnen befanden sich auffällig viele Junge.

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Zwei Mädchen werden auf einem reich mit Blumen geschmückten Wagen durch die Strassen geführt. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Zwei Mädchen werden auf einem reich mit Blumen geschmückten Wagen durch die Strassen geführt. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Juchzer ertönten am Sonntag über dem Vitznauer Schulhausplatz, immer wieder. 10'000 Frauen in Trachten, Männer mit Sennenkutten Pfeifen im Mund und Kinder im Hirtenhemd säumten die Strassen. Es war Sennenchilbi.

Nebst Alpöhis feiern auch Junge
«Wir haben keine Nachwuchsprobleme», sagt Walter Herger, Sennenvater der Sennengesellschaft Vitznau. Das liege nicht nur daran, dass die Sennengesellschaft nicht mehr als 20 Mitglieder zählen darf. Sondern auch daran, dass sich die jungen Leute wieder mehr für das volkstümliche Brauchtum interessieren, so Herger: «Meiner Meinung nach gibt es mehr als genug Unterhaltungsanlässe, die sich speziell an junge Leute richten.» Vermehrt suchten diese jedoch wieder die traditionelle Einfachheit. «Und auch die Naturverbundenheit ist stärker geworden», sagt er, «das sieht man ja auch in der Politik mit dem Vormarsch der Grünen.»

Tatsächlich finden sich auffallend viele Leute zwischen zwanzig und vierzig unter den Festbesuchern, unter ihnen die Schwyzerin Helena Knobel (25). «Die positive Energie hier beeindruckt mich», sagt sie. Man höre kaum ein böses Wort oder von Pöbeleien. «Die Szene ist sehr friedlich und verbindet verschiedene Gernerationen.»

Stefan Schütz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung.