Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

VITZNAU: Vorerst kein Personalhaus – Bauherrschaft zieht Urteil weiter

Das Personalhaus, welches das Park Hotel Vitznau für seine Mitarbeiter bauen möchte, kommt vorerst nicht zu stehen. Die Bauherrschaft zieht ein Urteil des Kantonsgerichts ans Bundesgericht weiter.
Martina Odermatt
Baugespann für das Aparthotel und Personalhaus des Park Hotel Vitznau – direkt neben einem Bauernhaus. Bild: Pius Amrein (16. Dezember 2017 (Bild: ))

Baugespann für das Aparthotel und Personalhaus des Park Hotel Vitznau – direkt neben einem Bauernhaus. Bild: Pius Amrein (16. Dezember 2017 (Bild: ))

Martina Odermatt

martina.odermatt@luzernerzeitung.ch

Das Aparthotel und Personalhaus, das die Parkhotel Vitznau AG und die Park-Hotel Vitznau Immobilien AG in Vitznau realisieren möchten, dürfte wohl vorerst nicht gebaut werden. Die Bauherrinnen haben beim Bundesgericht Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts ein­gereicht. Dies bestätigen deren Rechtsvertreter, die Grossenbacher Rechtsanwälte in Luzern, auf Anfrage. Die Pläne für Aparthotel und Personalhaus liegen deshalb auf Eis.

Rückblende: Am 17. Juni 2014 ersuchten die Park Hotel Vitznau AG und die Park-Hotel Vitznau Immobilien AG bei der Gemeinde Vitznau erstmals um eine Baubewilligung für den Neubau eines Gebäudes mit Personalwohnungen und Aparthotel-Zimmer. Gebaut werden sollten 17 Wohneinheiten für die Angestellten des Hotels und der angegliederten Cereneo-Klinik. Nachbarn hatten bei der Gemeinde Beschwerde gegen dieses Bauvorhaben eingereicht, denn das Personalhaus soll direkt neben einem alten Bauernhaus zu stehen kommen. Zu diesem Zeitpunkt stand das Bauernhaus noch nicht unter Denkmalschutz. Die Gemeinde Vitznau holte bei Schutzverbänden Gutachten zum Bauvorhaben ein und legte die Dokumente auch der kantonalen Denkmalpflege vor. Die Gesuchstellerin hat darauf das Baugesuch zurückgezogen, für die Gemeinde war das Geschäft damit erledigt.

Kantonsurteil gab Einsprechern teilweise Recht

Am 6. August 2015 hat die Parkhotel Vitznau AG das Projekt gemäss den Vorgaben der Denkmalpflege überarbeitet und dem ­Gemeinderat erneut eingereicht. Dieselben Einsprecher haben wiederum Einsprache gegen das angepasste Bauprojekt eingereicht. Der Gemeinderat bewilligte das Bauvorhaben und wies die Beschwerden der Einsprecher in der Baubewilligung im August ab. Gegen diesen Entscheid legten die Einsprecher am 1. September 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht ein. Dieses gab den Einsprechern teilweise Recht: Das Kantonsgericht entschied, dass der Baubewilligungsentscheid aufgehoben wird und eine Aktualisierung des Projektes durch die Gesuchstellerin erfolgen müsse.

Das Gericht stellte etwa fest, dass der Gemeinderat die neuen Bestimmungen des Planungs- und Baugesetzes, insbesondere zur Überbauungsziffer, in ihrem Baubewilligungsentscheid nicht berücksichtigt hatte. Bis anhin musste der Gemeinderat Vitznau die Bauziffer für Bauvorhaben, die in einer Kur- und Sportzone realisiert werden sollen, nicht berechnen und überprüfen. Das muss er jetzt nachholen. Das zulässige Nutzungsmass in der Kur- und Sportzone wird gemäss aktuellem Bau- und Zonenreglement vom Gemeinderat fallweise festgelegt.

Die Einsprecher sind mit dem Urteil des Kantonsgerichts zufrieden. «Das Urteil ist zu unseren Gunsten ausgefallen», sagt eine Einsprecherin. Sie fordert vom Gemeinderat, dass dieser «endlich die Ausnützungsziffer dieser Parzelle definiert».

Einsprecher und Bauherrin streiten um Parkplätze

Ein weiterer Streitpunkt sind die Pflichtabstellplätze in der Tiefgarage. Laut Bau- und Zonenreglement muss eine gewisse Min­destanzahl an Pflichtparkplätzen gebaut werden. Im Falle des Personalhauses sind das deren 24. Um auch Besuchern oder Handwerkern Parkplätze zur Verfügung stellen zu können, plante die Park Hotel Vitznau AG deren 33 Parkplätze in der Einstellhalle. Laut Gerichtsurteil darf jedoch nur die exakte Anzahl Pflichtparkplätze gebaut werden.

Wann und ob es mit dem Bau des Personalhauses losgeht, ist offen. Der Ball liegt nun beim Bundesgericht.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.