VIVA LUZERN AG: 1100 Franken Bonus fürs Personal

Das Unternehmen schreibt erneut Gewinn. Die Mitarbeiter werden erstmals am Erfolg beteiligt. Zudem werden neue Standorte für Betreuungsangebote gesucht.

Sandra Monika Ziegler
Drucken
Teilen
Eines der fünf Betagtenzentren der Viva Luzern AG: Der Eichhof. (Bild: Archiv Dominik Wunderli / Neue LZLZ)

Eines der fünf Betagtenzentren der Viva Luzern AG: Der Eichhof. (Bild: Archiv Dominik Wunderli / Neue LZLZ)

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

Zum zweiten Mal seit der Auslagerung der städtischen Heime hat die Viva Luzern AG ihren ­Geschäftsbericht vorgestellt. Und das zweite Jahr in Folge schreibt das Unternehmen schwarze Zahlen. Der Unternehmensgewinn im Jahr 2016 beträgt 1,2 Millionen Franken. Der Stadt Luzern als Eignerin konnte eine Dividende von 780 000 Franken aus­bezahlt werden. Der Betrag ­entspricht 1 Prozent des Aktienkapitals. Zudem konnten Rückstellungen in der Höhe von 2,9 Millionen Franken getätigt werden. Der Umsatz beträgt 108,8 Millionen Franken und steht einem Personalaufwand von 77,5 Millionen Franken gegenüber. Verwaltungsratspräsident Beat Däppeler schreibt den Erfolg zu einem «wesentlichen» Teil den rund 1200 Mitarbeitern zu – davon sind 157 Lernende und 71 Prozent Frauen. Auch die Viva-Mitarbeiter können an diesem Erfolg teilhaben, wie Geschäftsführer Beat Demarmels erklärt: «Pro Vollzeitstelle werden einmalig 1100 Franken zusätzlich ausbezahlt.»

Spezielles Augenmerk auf Umgang mit den Bewohnern

Während im ersten Jahr nach der Auslagerung der Fokus auf dem Unternehmensaufbau lag, standen 2016 die neuen Leitbilder und Führungsgrundsätze der Viva Luzern im Vordergrund. Zentral dabei seien die vier Werte Achtsamkeit, Verantwortlichkeit, Lebendigkeit und Verbindlichkeit, wie Beat Däppeler ausführt. «Ziel ist es, dass die Mitarbeitenden diese Werte in ihrem Berufsalltag umsetzen können.» Dabei geht es auch um eigentliche Selbstverständlichkeiten: Wenn etwa ein Behandlungstermin von den Mitarbeitern nicht eingehalten werden kann, so soll der Patient vorgängig über die Verschiebung informiert werden. Däppeler ergänzt: «Achtsame und verbindliche Mitarbeitende nehmen sich Zeit für die Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner und nehmen diese auch ernst.»

Die Viva Luzern AG vereint die fünf Betagtenzentren Dreilinden, Eichhof, Rosenberg, Staffelnhof und Wesemlin sowie vier Pflegewohnungen. Ziel von Viva Luzern ist, das Angebot in den Quartieren zu verstärken. Dazu gehöre, so Demarmels, das Prüfen neuer Altersangebote sowohl auf dem EWL-Areal im Tribschen wie auch im Schulhaus Schädrüti. Dazu laufen derzeit Abklärungen. Der Grosse Stadtrat wird sich damit Ende Juni befassen.

Das Zukunftsmodell in der Alterspflege basiere zudem auf verstärkten Kooperationen mit dem Luzerner Kantonsspital sowie mit der Spitex Stadt Luzern, sagt Beat Demarmels. Damit werde ein Wechsel von der einen zur anderen Institution vereinfacht im Sinne einer «integrierten Versorgung», wie Beat Demarmels erklärt.