Vögeligärtli: Anwohner wehren sich

Anwohner rund ums Vögeligärtli schliessen sich zusammen, um gegen Dreck und Lärm vorzugehen. Das Quartier werde immer wohnfeindlicher, sagen sie.

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Der Bau einer öffentlichen Toilette war schon vor der Umgestaltung - hier eine Aufnahme vom März 2010 - ein Thema. (Bild: Boris Bügrisser/Neue LZ)

Der Bau einer öffentlichen Toilette war schon vor der Umgestaltung - hier eine Aufnahme vom März 2010 - ein Thema. (Bild: Boris Bügrisser/Neue LZ)

In ihren Augen sind die Zustände im Quartier nicht mehr hinnehmbar. Aus diesem Grund haben mehrere Anwohner die Interessengemeinschaft (IG) «Vögeligärtli für alle» gegründet. Sie wollen gegen Lärm, Dreck und ein ungenügendes Sicherheitsgefühl vorgehen.

Richtig lebenswert sei das Quartier nicht mehr, sagt IG-Präsidentin Ruth Feri. Und das habe hauptsächlich mit dem ausufernden Nachtleben zu tun. «Zwischen Donnerstag und Sonntag ist hier der Teufel los", so Feri. Zum einen sei da der Lärm durch die Leute auf der Strasse. «Seit dem Rauchverbot stehen zum Beispiel vor der Bar Max permanent 50 bis 100 Personen.»

Das zweite Problem im Quartier sei der Dreck. Ruth Feri: «Die Leute erbrechen und urinieren fast täglich in unsere Hauseingänge.» Oft müssten die Anwohner auch liegen gelassene Flaschen entsorgen. Zudem sei auch das Sicherheitsgefühl im Quartier stark gesunken, wegen den vielen alkoholisierten Leuten in der Nacht.
Auf einen ersten Hilferuf organisierte die Stadt Anfang Sommer einen runden Tisch mit verschiedenen Behördenvertretern und Lokalbesitzern. «Bei diesem Treffen ist eigentlich nichts zu Stande gekommen», so Feri. Die Stadt habe bezüglich der Clubs wenig Handlungsspielraum und die Polizei könne mangels Personal nicht häufiger Präsenz markieren.

Stefan Roschi

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