Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

VOGELWARTE SEMPACH: Ein neuer Radar macht den nächtlichen Vogelzug sichtbar

Der Vogelzug über Sempach kann ab sofort live verfolgt werden. Dies dank einem Radar, der Vogelschwärme erfasst, die man von Auge nicht sieht: Weil sie nachts fliegen.
Der Radar befindet sich auf dem Dach des Besuchszentrums und misst permanent die Vogelaktivität im Himmel über Sempach. (Bild PD/Schweizerische Vogelwarte Sempach)

Der Radar befindet sich auf dem Dach des Besuchszentrums und misst permanent die Vogelaktivität im Himmel über Sempach. (Bild PD/Schweizerische Vogelwarte Sempach)

Die neue Einrichtung der Schweizerischen Vogelwarte – gemäss eigenen Angaben eine Weltneuheit – ist ein Radar auf dem Dach des Besucherzentrums. Dieser erfasst Bewegungen des Vogelzugs. Die Daten werden in Echtzeit ausgewertet und danach auf einem Bildschirm im Besucherzentrum dargestellt. Besucher der Vogelwarte könnten so live mitverfolgen, wie viele Vögel über Sempach fliegen, teilt die Vogelwarte mit. Man erfährt gleich auch, zu welcher Artgruppe die aktuellen Überflieger gehören – denn auch das kann das Auswertungsprogramm aus den Radardaten herauslesen.

Der Radar dient nicht nur zur bildlichen Darstellung des aktuellen Vogelzuggeschehens. Er liefert auch wichtige Grundlagendaten für die Forschung. Durch die kontinuierliche Erfassung kann der Vogelzug am gleichen Ort bei verschiedenen Wind- und Wetterverhältnissen verglichen werden, ebenso Unterschiede der Zugintensität über die Jahre hinweg.

Mit dem Radar wird insbesondere auch der nächtliche Vogelzug registriert. Zwei Drittel der Zugvogelarten sind nachts unterwegs und lassen sich anderweitig kaum beobachten. Der Einsatz von Radargeräten werfe nicht nur Licht ins Dunkel der noch nicht gelösten Vogelzugrätsel, er diene neuerdings auch der Abschätzung negativer Auswirkungen von Windenergieanlagen auf Zugvögel, schreibt die Vogelwarte.

pd/cv

Anhand der Flügelschlagmuster kann mit dem Radar zwischen Wasservögeln (hier im Bild ein Trupp von Grossen Brachvögeln) und Singvögeln sowie zwischen kleinen und grossen Arten unterschieden werden. (Bild PD/Zdenek Tunka)

Anhand der Flügelschlagmuster kann mit dem Radar zwischen Wasservögeln (hier im Bild ein Trupp von Grossen Brachvögeln) und Singvögeln sowie zwischen kleinen und grossen Arten unterschieden werden. (Bild PD/Zdenek Tunka)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.