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Lozärner Usdröck: «Vogumyygis»

«Etz simmer s Vogumyygis!» Wer hin und wieder einen Jass klopft, hat diesen Ausruf bestimmt schon gehört – oder selbst im Affekt geäussert

Der Satz ist etwa dann am Platze, wenn die Gegner einen Rosenmatch schreiben, wenn sie 200 weisen, oder wenn sie ein Ass abstechen. Er heisst nämlich so viel wie: «Jetzt sind wir erledigt, jetzt geht’s uns schlecht.»

Wahrscheinlich bezieht sich die Redensart auf den Übernahmen einer bestimmten Person aus der Vergangenheit. Wie in Obwalden um 1600 ein «Schnägendeni» (ein Exporteur von Weinbergschnecken) lebte, könnte es auch einen «Vogumyygi» gegeben haben, so vermutet Karl Imfeld, Autor des Obwaldner Mundart-Wörterbuches. «Myygi» ist die Kurzform von Remigius, und «Vogu» könnte sich auf den Familiennamen Vogel oder Vogler beziehen. Die Vogler stammen aus Lungern. Plausibler aber sei die Annahme, dass der Übernahme «Vogumyygi» ursprünglich aus Nidwalden stammt. (sma)

Hinweis: ennen Sie typische «Lozärner Usdröck»? Schicken Sie Ihre Vorschläge an folgende E-Mail-Adresse: dialekt@luzernerzeitung.ch

Das Schweizerdeutsche Online-Wörterbuch: www.idiotikon.ch

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