Volk entscheidet über Mundart im Chindsgi

Hochdeutsch oder ausschliesslich Mundart im Kindergarten? Die Initiative der Jungen SVP des Kantons Luzern steht.

Drucken
Teilen
Die Mitglieder der JSVP übergeben die Unterschriften an Judith Lauber vom Amt für Gemeinden. (Bild: PD)

Die Mitglieder der JSVP übergeben die Unterschriften an Judith Lauber vom Amt für Gemeinden. (Bild: PD)

Die Mitglieder der JSVP übergeben die Unterschriften an Judith Lauber vom Amt für Gemeinden. (Bild: PD)

Die Mitglieder der JSVP übergeben die Unterschriften an Judith Lauber vom Amt für Gemeinden. (Bild: PD)

Nach Zürich und Basel-Stadt werden auch im Kanton Luzern die Stimmberechtigten darüber entscheiden, ob im Kindergarten ausschliesslich in Mundart unterrichtet werden soll. Die Initiative der Jungen SVP «Für Mundart im Kindergarten» ist zu Stande gekommen. Die rund 4100 Unterschriften - es braucht 4000 - sind am Mittwochmorgen der Staatskanzlei übergeben.

Die Initiative will, dass in Kindergärten grundsätzlich in Mundart unterrichten wird. Hochdeutsch soll aber nicht prinzipiell aus den Kindergärten verbannt werden. Es soll weiterhin möglich sein, einzelne Unterrichts-Blöcke in Hochdeutsch zu halten. Die Junge SVP will mit ihrer Initiative einer Stärkung des Hochdeutschen im Unterricht entgegenwirken. Sie beruft sich auf das Nein der Stimmberechtigten zum Harmos -Konkordat.

Die Resultate der Volksabstimmungen in Basel und Zürich fielen klar aus. So wird in den Zürcher Kindergärten künftig nur noch Mundart gesprochen. In jenen von Basel-Stadt sind Dialekt und Hochdeutsch fortan gleichwertig.

Unterschriften für Mundart-Initiativen werden zurzeit auch in den Kantonen Solothurn und Aargau gesammelt. Im Zuger Kantonsrat wurde im Sommer ein entsprechender Vorstoss von der SVP mit 35 zu 25 Stimmen abgelehnt.

gf/rem