VOLKSMOTION: Moosstrasse: Stadtrat hält an Verkehrsumleitung fest

Der Luzerner Stadtrat lehnt die Volksmotion des Quartiervereins Hirschmatt-Neustadt gegen die Umleitung des motorisierten Individualverkehrs über die Moosstrasse ab. Die geplante Busspur auf der Pilatusstrasse setzt nach seiner Ansicht die Umleitung voraus.

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Die Moosstrasse in der Stadt Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Die Moosstrasse in der Stadt Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Noch in diesem Jahr will der Stadtrat die Verkehrsführung in der Innenstadt umkrempeln. Um die in Stosszeiten auch für den öffentlichen Verkehr chronisch verstopfte Pilatusstrasse zu entlasten, soll diese eine durchgehende Busspur erhalten. Die andern Autos dagegen sollen über die Moos- und die Zentralstrasse zum Bahnhof gelangen.

Dagegen hat der Quartierverein Hirschmatt-Neustadt eine Volksmotion eingereicht. Darin verlangt er unter anderem eine durchgehende Busspur an der Pilatusstrasse ohne Umleitung des motorisierten Verkehrs über die Moosstrasse.

Dies aber ist für den Stadtrat nicht möglich. Das Verkehrsaufkommen könnte nicht mehr geschluckt werden. Die Leistungsfähigkeit des Gesamtverkehrssystems der Stadt Luzern würde dadurch stark beeinträchtigt, heisst es in der am Mittwoch publizierten Antwort auf die Volksmotion.

Zwei weitere Anliegen der Volksmotion seien bereits erfüllt, schreibt der Stadtrat weiter: Eine Verkehrsplanung, bei der die Interessen der Anwohner berücksichtigt werden, sowie die Vermeidung der Verlagerung des motorisierten Verkehrs in die Wohnquartiere.

Massnahmen für das vierte Anliegen - flächendeckend Tempo 30 im ganzen Quartier - sind gemäss Stadtrat eingeleitet. Er vertrete generell eine positive Haltung zu Tempo 30. An der Moosstrasse sei es bereits vorgesehen. Was weitere Tempo-30-Zonen auf Kantonsstrassen betreffe, wolle er die Behandlung eines entsprechenden Vorstosses im Kantonsrat abwarten.

sda