VOLKSRECHTE: Teilungültige Lehrplan-21-Initiative zurückgezogen

Im Kanton Luzern können die Stimmberechtigten nicht über die Volksinitiative abstimmen, die Volk und Parlament mehr Mitsprache im Bildungswesen sichern sollte. Weil das Parlament Teile des Begehrens für ungültig erklärt hatte, haben die Initianten dieses zurückgezogen.

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Schon früh sollen Kinder in der Schule an die Informatik herangeführt werden. Damit das Fach "Medien und Informatik" möglichst bald Wirklichkeit wird, fordern Organisationen aus Bildung und Wirtschaft die Erziehungsdirektoren auf, den Lehrplan 21 zügig umzusetzen. (Symbolbild) (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Schon früh sollen Kinder in der Schule an die Informatik herangeführt werden. Damit das Fach "Medien und Informatik" möglichst bald Wirklichkeit wird, fordern Organisationen aus Bildung und Wirtschaft die Erziehungsdirektoren auf, den Lehrplan 21 zügig umzusetzen. (Symbolbild) (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Die Volksinitiative "Bildungsreformen vors Volk" hatte verlangt, dass grundlegende Lehrplanänderungen vor der Einführung dem Volk unterbreitet werden. Rückwirkend hätte dies auch für den Lehrplan 21 gegolten. Der Kantonsrat hatte im Dezember 2017 auf Antrag der Regierung wesentliche Teile der Initiative für ungültig erklärt.

Dies habe bei ihnen einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen, teilte das Initiativkomitee am Freitag mit. Mit etwas gutem Willen und politischem Feingefühl hätte ein grösserer Teil der Initiative für gültig erklärt werden können. Weil es unverhältnismässig wäre, dem Stimmvolk nur noch kleine Teilfragen zur Beschlussfassung vorzulegen, werde die Initiative zurückgezogen. (sda)