VOLKSSCHULEN: Wieso dauern die Ferien nicht länger?

Die Schüler in der Stadt und in allen anderen Luzerner Gemeinden mussten am Donnerstag und am Freitag in die Schule. Charles Vincent erklärt, wieso die Ferien nicht ganz einfach bis Montag verlängert werden konnten.

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Charles Vincent. (Bild Philipp Schmidli / Neue LZ)

Charles Vincent. (Bild Philipp Schmidli / Neue LZ)

Wieso mussten die Schüler wegen nur zwei Tagen in die Schule?

Charles Vincent, Dienststelle Volksschulbildung des Kantons Luzern: Müssen ist für viele das falsche Wort. Die Schüler dürfen.

Trotzdem – warum gabs nicht gleich die ganze Woche Ferien? In Zug wars möglich.

Vincent: Das ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Der Grund in Luzern liegt beim Volkschulbildungsgesetz, dort ist die Anzahl Ferienwochen auf 13,5 pro Schuljahr festgelegt. Die Kompetenz für den Ferienplan liegt bei der Schulpflege. Sie kann vier ausserordentliche schulfreie Halbtage bewilligen, doch sind diese zu kompensieren.

Wurde es überhaupt in Betracht gezogen, die Ferien zu verlängern?

Vincent: Nein, meines Wissens nicht. Man kann nicht einfach zwei Tage, also fast eine halbe Woche, ausfallen lassen. Anders hätte es ausgesehen, wenn es nur ein Tag gewesen wäre. In solchen Fällen wird in der Regel die Brücke gemacht, wie etwa an der Auffahrt.

Martin Messmer / Neue LZ