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Interview

Von der Biosphäre aufs Rothorn

Theo Schnider, Direktor der Unesco-Biosphäre, will im Herbst die Nachfolge von Fredy Portmann als Verwaltungsratspräsident bei den Sörenberg Bergbahnen AG antreten. Der 61-Jährige will weiter investieren.
Urs-Ueli Schorno
Theo Schnider, Direktor der Unesco-Biosphäre Entlebuch.

Theo Schnider, Direktor der Unesco-Biosphäre Entlebuch.

Theo Schnider, im Verwaltungsrat der Sörenberg Bergbahnen AG war man offenbar nicht einer Meinung. Sie sind zurzeit einziger Kandidat zur Nachfolge von Fredy Portmann. Wie stark mussten Sie dazu motiviert werden, die Kandidatur anzunehmen?

Eine solche Aufgabe ist kein Spaziergang und muss gut überlegt werden. Das hat nichts mit dem Umfeld zu tun. Der Verwaltungsrat ist intakt. Für mich steht das Wohlergehen des Unternehmens im Vordergrund. Dies ist wichtig für die Region und den Kanton.

Noch einmal: Das Klima im Verwaltungsrat scheint gegen aussen angespannt. Waren es schwierige Gespräche im Vorfeld ihrer Kandidatur?

Überhaupt nicht. Es geht darum, pragmatische Lösungen zu finden, wie man nun weiterfährt. Die Wahl des Präsidenten des Verwaltungsrates ist eine davon.

Hand aufs Herz: War es bei «Rothorn Ost» nicht absehbar, dass eine Etappierung so oder so teurer kommt?

Nein. Die Etappierung verursacht keine Mehrkosten. Wichtiger ist, ob das Projekt im Ganzen Sinn macht. Die Konzession für den Sessellift wäre zudem ausgelaufen. Dieser wurde bereits komplett neu gemacht – diese neue Bahn hätte es ohnehin gebraucht.

Die Investitionspolitik ist offenbar das heisse Eisen. Wie wollen Sie hier weiterfahren?

Klar ist, dass wir nun eine Auslegeordnung machen, analysieren und Lösungen suchen. Nach wie vor soll am Rothorn investiert werden. Dabei geht es um die Erschliessung des Berges – die Konzession für den Bahnbetrieb läuft 2021 ab. Weiter: Wie viel will man in das bestehende Gipfelrestaurant investieren? Zudem geht es darum, eine Lösung für den Tunnel zu finden, die bezahlbar ist. Solche Fragen stehen nun im Vordergrund. Wir packen diese Herausforderungen unaufgeregt und zielführend an.

Was braucht es, damit die Bahnen zum nötigen Kapital kommen?

Im Tourismus muss man investieren – sonst bleibt man stehen. Aber nicht um jeden Preis. Die Frage ist, wo investiert wird und was man berücksichtigen muss. Da stecken wir mittendrin. Es braucht ein starkes Produkt.

In vier Jahren wären Sie als Direktor der Unesco-Biosphäre pensioniert worden. Wie lange stehen Sie den Bahnen zur Verfügung?

Das ist offen. Sicher ist, dass nun genügend Zeit ist, meine Nachfolge bei der Unesco-Biosphäre sauber vorzubereiten. Ich würde dort das Pensum reduzieren – die Rolle als Direktor aber nach wie vor einnehmen. Vielleicht tut etwas Druck auch gut. So eine Nachfolgeregelung braucht Fingerspitzengefühl und Zeit.

Im Falle einer Wahl hätten Sie zwei Hüte auf. Wie wollen sie die Jobs koordinieren?

Ich sehe da keine Schwierigkeiten. Mir ist es wichtig, dass die Biosphäre, diese grandiose Idee der Modellregionen für nachhaltiges Leben und Wirtschaften, erfolgreich weitergeführt wird. Andererseits braucht das Bergbahnunternehmen als einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region volle Aufmerksamkeit. Das Mandat ist kein Vollzeitjob und wird von kompetenten Kameraden mitgetragen. Zudem ist das Wohlergehen der Bergbahnen auch ganz im Sinne der Biosphäre. Unser Milizsystem und die Demokratie lebt dank Personen, die auch bereit sind, mehr zu leisten als das, was gerade verlangt wird. Jetzt geht es darum Verantwortung zu übernehmen, gemeinsam mit dem Team Begeisterung und Leidenschaft für das Entlebuch zu wecken.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Bahnen?

Dass wir weiter ein wichtiger Player im Wintersport für die Zentralschweiz bleiben. Auch als Erlebnisdestination im Sommer. Ich denke, das ist bedeutungsvoll über die Region hinaus. Mit der Biosphäre haben wir gute Karten.

Zur Person
Theo Schnider (61) ist Direktor der Unesco-Biosphäre Entlebuch. Der Entlebucher ist auch Verwaltungsrat und Kommunikationschef der Bergbahnen Sörenberg AG.

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