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Von diesem Trio schaffen nur zwei den Sprung in den Horwer Gemeinderat

Die Horwer wählen am 19. Mai zwei ihrer fünf Gemeinderäte neu. Frei werden die Departemente Soziales und Immobilien/Sicherheit. Können die L20 und die SVP ihre beiden Sitze verteidigen – oder funkt die FDP dazwischen?
Roman Hodel

Claudia Röösli (Kandidatin L20)

L20-Kandidatin Claudia Röösli im Horwer Winkel. Der Zugang der Horwer zum See ist für sie besonders wichtig. (Bild: Nadia Schärli, 6. Mai 2019)

L20-Kandidatin Claudia Röösli im Horwer Winkel. Der Zugang der Horwer zum See ist für sie besonders wichtig. (Bild: Nadia Schärli, 6. Mai 2019)

Sie ist 55-jährig, seit 2012 Einwohnerrätin und will für die L20 den Sitz des zurücktretenden Sozialvorstehers Oskar Mathis verteidigen: Claudia Röösli. Sie beschreibt sich als konsensfähig: «Man kann mich auch von einer anderen Meinung überzeugen.» Zudem kennt sie den Politbetrieb nach bald sieben Jahren im Parlament. Sie amtet dort aktuell als Vizepräsidentin und ist Mitglied der Geschäftsprüfungskommission. Die ausgebildete Pflegefachfrau verfügt über einen Master in Wound Care und arbeitet seit 25 Jahren bei der Spitex Luzern – mittlerweile im Prozess- und Qualitätsmanagement. Geboren und aufgewachsen ist Röösli – das hört man immer noch gut – im Entlebuch. Seit 23 Jahren wohnt die Mutter von drei erwachsenen Kindern in Horw. Auf Stimmenfang trifft man sie derzeit an zig Anlässen und samstags vor der Migros an. Dort verteilt sie potenziellen Wählerinnen und Wählern Rosen – «passend zu meinem Namen».

Warum sollen die Horwer Sie in den Gemeinderat wählen?

Claudia Röösli: Weil für mich die Horwerinnen und Horwer im Mittelpunkt stehen, und ich mich für eine nachhaltige Lebensqualität für alle einsetzte. Dies beinhaltet: eine gute Bildung mit familienergänzender Betreuung, bezahlbarem Wohnraum für alle – für eine gute soziale Durchmischung, Gewerbe und Branchenmix, selbstbestimmtes Wohnen im Alter dank ambulanter und stationärer Pflege, eine gesunde Umwelt mit Freizonen, Grünzonen und Verkehrspolitik.

Welches Departement reizt Sie und warum?

Das Sozialdepartement. Weil ich dazu das Know How und die Fachkompetenz habe. Durch meine kontinuierlichen Weiterbildungen im Gesundheitswesen und meiner bisherigen Tätigkeit im Prozess und Qualitätsmanagement bringe ich die richtigen Voraussetzungen mit, wie Führungserfahrung (kann gut mit Menschen umgehen), Projektmanagement (In- und Ausland), Erwachsenenbildung. Dazu kommen über 30 Jahre Berufserfahrung im Sozialwesen.

Wie soll sich Horw in den nächsten Jahren entwickeln?

Fakt ist, dass sich Horw durch die Planung Luzern Süd entwickeln wird. Hier ist es wichtig, dass in diesem Entwicklungsprozess die aktive Mitgestaltung der Gemeinde gewährleistete ist, nur so können wir unsere hohe Lebensqualität in Horw erhalten. Voraussetzung ist eine sorgfältige Planung sowie ein sensibler Umgang mit der Natur. Der Zugang zum See und die vielfältigen Natur- und Grünzonen machen die einzigartige Landschaft von Horw aus.

Wie stehen Sie zur Konkordanz?

Konkordanz wäre in meinen Augen wichtig und anzustreben, bringt aber nur etwas, wenn zusätzlich ein konstruktiver Umgang untereinander vorhanden ist. Ein Gemeinderat ist eine Kollektivbehörde und da werden oft parteiideologische Grundeinstellungen in den Hintergrund gedrängt, da das gemeinsame Ziel im Vordergrund steht. Darum denke ich, dass eine Konsensfähigkeit in der Exekutive grundsätzlich wichtig ist und vorhanden sein sollte.

Oliver Imfeld (Kandidat SVP)

SVP-Kandidat Oliver Imfeld bei der Villa Krämerstein. Als Immobilienvorsteher wäre er für das Gebäude verantwortlich. (Bild: Boris Bürgisser, Horw 1. Mai 2019)

SVP-Kandidat Oliver Imfeld bei der Villa Krämerstein. Als Immobilienvorsteher wäre er für das Gebäude verantwortlich. (Bild: Boris Bürgisser, Horw 1. Mai 2019)

Die SVP will den Sitz ihres zurücktretenden Gemeinderats Robert Odermatt mit Oliver Imfeld verteidigen. Der 50-Jährige ist seit 2015 Einwohnerrat, mittlerweile Fraktionschef und überdies Vizepräsident der SVP Kanton Luzern. Die Wahl in den Kantonsrat im März hat er nur knapp verpasst. Auch Imfeld bezeichnet sich als konsensfähig: «Ich muss nicht immer recht haben.» Imfeld verfügt über einen Master of Business Administration. Er ist seit 30 Jahren und noch bis Ende Juni der Manager von DJ Bobo. Danach widmet er sich neuen Aufgaben. Bereits klar ist das Management von Motorradfahrer Dominique Aegerter – hinzu käme je nach Wahlausgang das Gemeinderatsamt. Aufgewachsen ist Imfeld in der Nordwestschweiz. Er ist verheiratet und lebt seit 22 Jahren in Horw – ein Dorf, das ihm «am Herzen» liegt. Entsprechend verteilt er potenziellen Wählerinnen und Wählern an Anlässen Schoggiherzen.

Warum sollen die Horwer Sie in den Gemeinderat wählen?

Oliver Imfeld: Ich erfülle alle Voraussetzungen und Anforderungen, die an einen Gemeinderat gestellt werden. Mein Lebenslauf – mit meiner Erfahrung als Unternehmer und in der Führung von Mitarbeitern –, meine Ausbildung sowie meine politischen Tätigkeiten als Fraktionschef seit dem Jahr 2017 und als Einwohnerrat seit dem Jahr 2015 in der Gemeinde Horw sind die Gründe, die dafür sprechen, mich zu wählen.

Welches Departement reizt Sie und warum?

Mich reizt es die hervorragende Arbeit von Robert Odermatt im Sicherheits- und Immobiliendepartement fortzuführen, in dem es doch etwa 40 Mitarbeiter zu führen gilt. Ich fühle mich aber durchaus in der Lage und fähig, in jedem Departement meine Leistung erbringen zu können. Kontinuität und Konkordanz, mit der Einbindung aller im Einwohnerrat vertretenen Parteien im Gemeinderat, sind die Voraussetzung für eine stabile Politik.

Wie soll sich Horw in den nächsten Jahren entwickeln?

Gesunde Gemeindefinanzen und eine gute Infrastruktur, bei der Sicherheit für Mensch und Umwelt gewährleistet wird, sind mir ein grosses Anliegen. Zu unserer einzigartigen Natur und Landschaft ist Sorge zu tragen, dies insbesondere in Anbetracht der steigenden Herausforderungen mit dem Wachstum der Gemeinde. Diese soll für die Bevölkerung lebenswert bleiben und dem Gewerbe gute Rahmenbedingungen bieten.

Wie stehen Sie zur Konkordanz?

In der Gemeinde Horw hat gerade auch die Konkordanz wesentlich zu einer guten Entwicklung und zu einer prosperierenden Gemeinde beigetragen.

Francesca Schoch (Kandidatin FDP)

FDP-Kandidatin Francesca Schoch, fotografiert im Horwer Dorfzentrum. (Bild: Boris Bürgisser, 28. März 2019)

FDP-Kandidatin Francesca Schoch, fotografiert im Horwer Dorfzentrum. (Bild: Boris Bürgisser, 28. März 2019)

Mit der politischen Quereinsteigerin will die FDP einen zweiten Sitz im Gemeinderat holen. Die 51-Jährige hat bislang keine politischen Ämter ausgeübt. Francesca Schoch sagt aber von sich: «Politik hat mich schon immer interessiert.» Weiter zählen Teamwork und Konsens zu ihren Stärken. Fähigkeiten, die im Gemeinderat gefragt sind – und gefragt waren im Elternrat des Schulhauses Kastanienbaum. In diesem wirkte Schoch bis vor fünf Jahren aktiv mit, davon zwei Jahre im Co-Präsidium. Die verheiratete Mutter zweier erwachsener Töchter arbeitet seit 25 Jahren im Personal- und Finanzwesen, aktuell in einem 40-Prozent-Pensum. Sie peilt kein bestimmtes Departement an: «Ich bin offen für alles.» In Horw lebt die in Emmenbrücke aufgewachsene Schoch seit 20 Jahren. Getreu ihrem Slogan «Horw hat frischen Wind verdient» reicht sie potenziellen Wählerinnen und Wählern auf der Strasse als Give-away ein Dösli mit Pfefferminzbonbons.

Warum sollen die Horwer Sie in den Gemeinderat wählen?

Francesca Schoch: Horw hat frischen Wind verdient – als politisch unbefangene Frau bringe ich neue Sichtweisen in den Gemeinderat ein. Ich bin lösungsorientiert, kommunikativ und kann gut zuhören, zudem denke und handle ich vernetzt. Die bevorstehenden Herausforderungen werde ich engagiert angehen und mit Fachwissen und Leidenschaft meistern. Anliegen und Ängste der Bevölkerung nehme ich ernst und werde diese in meinen Entscheidungen einbeziehen.

Welches Departement reizt Sie und warum?

Ich bin da völlig offen – es macht aber Sinn, die Departemente entsprechend dem mitgebrachten Eignungsprofil zu verteilen. Aufgrund meines beruflichen Werdeganges und meiner Lebenserfahrung bin ich überzeugt, dass ich mich in beiden freiwerdenden Departementen in die Sachthemen einarbeiten und zusammen mit den Mitarbeitenden erfolgreich an der zukunftsgerichteten Entwicklung der Gemeinde und der Verwaltung arbeiten kann.

Wie soll sich Horw in den nächsten Jahren entwickeln?

Die Entwicklung der Gemeinde Horw ist, wie man unschwer an der momentan regen Bautätigkeit erkennen kann, zu grossen Teilen bereits vorgegeben. Ich werde mich im Gemeinderat jedoch dafür einsetzen, dass die damit einhergehenden Einschränkungen in Bezug auf Verkehr, Schule, Grünflächen und Erholungszonen sinnvoll bearbeitet werden. Horw braucht zwingend die freie Halbinsel und ein weiterhin gutes Bildungsangebot.

Wie stehen Sie zur Konkordanz?

Grundsätzlich sind Gemeinderatswahlen Personenwahlen. Es obliegt der Wählerschaft, die in ihren Augen geeignetsten Kandidierenden zu wählen. Rücktritte innerhalb der laufenden Legislatur mit der Absicht einer stillen Wahl kann ich so nicht unterstützen. Das ist, nebst der spannenden Herausforderung des Amtes, der Grund für meine Kandidatur. Zudem bin ich der Meinung, dass eine angemessene Vertretung der Frauen zeitgemäss ist.

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