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Von wegen nur für Jungs und Nerds: Roboter halten Einzug in Luzerner Schulzimmer

Die PH Luzern eröffnete am Samstag das erste Luzerner Roboterzentrum. Warum es dieses braucht – und wie dadurch gendergerechtes Lernen gefördert werden soll.
Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit Roberta. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, Luzern, 19. Oktober 2019)

Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit Roberta. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, Luzern, 19. Oktober 2019)

(lil) Roberta soll Schülerinnen und Schülern im Klassenzimmer den Fachbereich der Informatik und Technik näherbringen. Wer Roberta ist? Ein kleiner Roboter, aus Legosteinen zusammengebaut. Daran können Kinder tüfteln, Knöpfe drücken, und Roberta sogar durchs Klassenzimmer jagen – wenn sie sie richtig instruieren.

Das erste Roboterzentrum Luzerns wurde am Samstag von der PH, der Hochschule für Technik und Architektur und der Hochschule für Informatik lanciert. «RobertaRegioZentrum» der Name, oder kurz: RRZ.

Dank Robotern würden sich die Jugendlichen auf eine spielerische Art mit Informatik und Technik befassen, sagt Andrea Schmid, Dozentin an der PH, im Gespräch mit Zentralplus:

«Roboter bauen und Programmieren ist nicht nur etwas für Nerds und Jungs.»

Die PH Luzern bietet sogenannte «Robotiktage», an welchen Kinder der Schulstufen 5 und 6 in die Welt der Roboter und Mikroprozessoren eintauchen. «Oft sind Schülerinnen und Schüler verblüfft, wie sich die von ihnen programmierten Roboter anfänglich benehmen und wie diese dann am Kursende die gestellte Aufgabe lösen», schreibt die PH auf ihrer Website. Erfolgreich sind die Kinder beispielsweise dann, wenn Roberta am Ende des Tages durchs ganze Klassenzimmer fährt, ohne in ein Tisch- oder Stuhlbein zu krachen. Die Aufgaben, die den Schüelerinnen und Schülern gestellt werden, haben immer einen Alltagsbezug, wie Andrea Schmid gegenüber Zentralplus weiter erklärt:

«Ähnlich einem Staubsaugerroboter oder einem selbstfahrenden Fahrzeug lernen die Kinder, den Roboter dementsprechend zu programmieren.»

Stereotype brechen

Wie die PH weiter schreibt, werde bei den Kursen besonders auf die Diversität der Kinder rücksichtgenommen: «So wird ein geschlechtergerechtes und auf unterschiedliche informatisch-technische Affinitäten ausgerichtetes Unterrichtskonzept angeboten.»

Technik und Informatik sind männlich geprägte Bereiche. Dies schlägt sich auch in den Kursen nieder: Mädchen hätten zu Beginn mehr Scheu und Berührungsängste, wie Schmid Zentralplus erzählt. Oftmals heisse es, zu Hause spiele doch der Bruder mit solchen Dingen: «Zuerst sitzen Mädchen tendenziell eher nebenan und beobachten. Sie stellen Fragen, wollen nichts kaputt machen.» Dann werden bewusst die Rollen getauscht – und die Mädchen setzen sich zum Roboter:

«Sie werden Schritt für Schritt unterstützt, bis sie am Ende des Tages selbstständig anpacken, ihre Scheu ablegen und sich getrauen.»

Zunächst soll Roberta einen Meter geradeaus fahren. Bis zum Ende des Kurses wird sie durch das ganze Klassenzimmer flitzen können. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, Luzern, 19. Oktober 2019)

Zunächst soll Roberta einen Meter geradeaus fahren. Bis zum Ende des Kurses wird sie durch das ganze Klassenzimmer flitzen können. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, Luzern, 19. Oktober 2019)

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