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«Vor allem Städte zeigen ein Interesse»

Nachgefragt
Sven Trelle (43), Mitinitiant der Cannabis-Studie an der Uni Bern. (Bild: Uni Bern)

Sven Trelle (43), Mitinitiant der Cannabis-Studie an der Uni Bern. (Bild: Uni Bern)

Luzerner und Luzernerinnen, die über 18 Jahre alt sind, schon Cannabis konsumieren und nicht in psychiatrischer Behandlung sind, können sich für die Cannabis-Studie anmelden. Das Projekt von der Medizinischen Fakultät der Universität Bern kostet schätzungsweise über 1 Million Franken. Davon steuert der Schweizerische Nationalfonds 720000 Franken bei, der Beitrag der Stadt Luzern beläuft sich auf 140 000 Franken. Die Teilnehmerzahl kann bis dato nicht genau kommuniziert werden, da die Stadt Zürich erst noch über die Projektteilnahme entscheiden wird. Die Rede ist von rund 600 Personen. Sven Trelle, Co-Direktor des Studienkoordinationszentrums der Medizinischen Fakultät der Universität Bern, erklärt, warum es diese Studie braucht.

Neben Biel und Bern hat sich jetzt auch die Stadt Luzern entschieden, am Projekt teilzunehmen. Sven Trelle, entspricht das Interesse Ihren Erwartungen?

Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass nur Bern mitmacht. Mit dem Ergebnis sind wir also absolut zufrieden. Dies steigert die Verallgemeinerbarkeit der Studie und macht die Ergebnisse repräsentativ. Vor allem Städte zeigen ein Interesse mitzuwirken.

Warum machen nur Städte mit?

Ich vermute, der Cannabiskonsum ist in den Städten mehr im Bewusstsein der Verwaltung und der Politik als auf dem Land.

Was ist das Ziel der Studie?

Wir wollen herausfinden, welche Auswirkungen der legale Zugang auf das Konsumverhalten hat. Es braucht die Studie, weil viele bezüglich der Cannabis-Handhabung unzufrieden sind. Entweder ist die heutige Praxis zu streng oder zu lasch. Die Fronten sind meines Erachtens verhärtet. Es braucht also ein neues Modell. Die Studie soll zuverlässige Daten dafür liefern. Mit den Ergebnissen aus dem Projekt haben wir nachher eine Basis, worauf Entscheide gefällt werden können.

Was kann jetzt noch schiefgehen?

Wenn das Bundesamt für Gesundheit uns eine Abfuhr erteilen würde. Oder wenn es die Auflagen anpassen würde, sodass eine Teilnahme für die Konsumenten unattraktiv wird und sie deshalb am Projekt nicht mitmachen. (kuy)

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