Vorenthaltene Daten - Schärli unter Druck

Die Luzerner Polizei publiziert in ihrer Kriminalstatistik nicht alle vorhandenen Daten. Das wollen die Parteien nicht mehr akzeptieren.

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Yvonne Schärli am Sicherheitspolitischen Forum Zentralschweiz. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)

Yvonne Schärli am Sicherheitspolitischen Forum Zentralschweiz. (Bild: Remo Naegeli/Neue LZ)

«Ich verlange, dass man die ausgewerteten Daten kommuniziert», ärgert sich CVP-Fraktionschef Bruno Schmid. «Gerade Ausländerkriminalität ist ein kontroverses Thema, das die Bevölkerung interessiert. Deshalb muss man solche Daten transparent machen.» Grund für Schmids Unmut: Die Polizei veröffentlicht in ihrer jährlich erscheinenden Kriminalstatistik nicht alle vorhandenen Daten. So publiziert sie beispielsweise nicht, aus welchen Ländern die Straftäter stammen. Der Bund hingegen und auch die Kantone Zürich, Bern und Basel-Stadt tun dies.

Vorstösse angekündigt

Die Parteien wollen dieses «Versteckis» nicht mehr hinnehmen. Die SVP kündigt gegenüber unserer Zeitung bereits einen entsprechenden Vorstoss an. Und auch die FDP und die CVP prüfen, ob sie politisch aktiv werden wollen. Yvonne Schärli, die Vorsteherin des Justiz- und Sicherheitsdepartementes und damit die politisch Verantwortliche für die Polizei, war für unsere Zeitung auch am Freitag nicht zu erreichen. Ihr Departement liess ausrichten, sie weile in den Ferien und gebe erst am Montag wieder Auskunft.

Aleksandra Mladenovic

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