Vorläufig doch kein Golfplatz in Meggen

Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignet.

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Der Golfplatz in Meggen war an bester Lage geplant. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Der Golfplatz in Meggen war an bester Lage geplant. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Im November 2010 stimmten die Megger einer Teilrevision des Zonenplans zu und sprachen sich für den Bau eines Golfplatzes aus. Der Regierungsrat genehmigte die Zonenplanänderung und wies die von benachbarten Grundeigentümern erhobenen Verwaltungsbeschwerden ab.

Zwei Gegner des Golfplatzprojekts zogen diesen Entscheid an das Verwaltungsgericht weiter - mit Erfolg. Laut dem am Montag veröffentlichten Urteil hebt das Gericht den angefochtenen Entscheid auf und weist die Sache an den Regierungsrat zurück.

Wenn Landwirtschaftsland für nicht landwirtschaftliche Zwecke beansprucht wird, müssen laut Verwaltungsgericht sämtliche öffentliche und private Interessen umfassend abgewägt werden. Diese Interessen seien nur unvollständig gewürdigt worden, heisst es im Urteil.

Weiter müsse das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) rechtzeitig angehört werden, wenn so genannte Fruchtfolgeflächen um mehr als drei Hektaren vermindert würden. Wieviele Fruchtfolgeflächen beim Bau des Golfplatzes tatsächlich beansprucht und wie diese Flächen kompensiert würden, sei ungeklärt. Auch sei keine Stellungnahme des ARE eingeholt worden, heisst es weiter.

Die Luzerner Regierung muss nun die nötigen Abklärungen nachholen und dann nochmals über die Teilrevision des Zonenplans entscheiden. Das Urteil das Verwaltungsgerichts ist noch nicht rechtskräftig.

sda