Lagerdraht
Der Sommer kann beginnen – die Luzerner Lager sind bereit

Bald ist es so weit: Die Sommerlager starten. Die Leiterinnen und Leiter stecken in den letzten Vorbereitungen und berichten, was noch getan werden muss.

Salome Erni
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Die Jubla Dagmersellen steckt mitten in den Aufbauarbeiten für das Kantonslager.

Die Jubla Dagmersellen steckt mitten in den Aufbauarbeiten für das Kantonslager.

Bild: Pius Amrein (Risch, 9. Juli 2021)

Nun werden wieder Schlafsäcke in viel zu kleine Hüllen gewurstelt, Regenjacken aus dem Schrank geholt und Lagerproviant gepackt. Denn mit den Sommerferien kommt auch die Zeit der Sommerlager. Nicht nur die Kinder und Jugendlichen sind im Kanton Luzern fleissig am Vorbereiten, sondern auch ihre Leiterinnen und Leiter.

298 Lager haben sich für den diesjährigen, den 46. Lagerdraht der Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben angemeldet. Das sind 18’299 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, fast so viele wie im Jahr 2019 vor der Coronapandemie.

Schlechtes Wetter ist kein Hindernis

Simeon Asal von der Pfadi Reuss in Luzern ist zufrieden mit den Lagervorbereitungen: Das Programm steht bereits, die Teilnehmenden brachten ihr Gepäck vorbei und am Mittwoch wurde der Lastwagen gepackt. «Wir freuen uns riesig», sagt Asal. Denn nach der ganzen Coronageschichte, wo sie im Herbst und Frühling auch immer wieder Aktivitäten absagen mussten, tue es den Kindern und Jugendlichen einfach gut, mit all ihren Freunden und Freundinnen Zeit zu verbringen.

Die 38 Pfaderinnen und Pfader werden ihr Sommerlager im Kanton Waadt geniessen. Seit Donnerstag ist dort bereits ein Team der Pfadi Reuss mit dem Aufbau der Hochbauten, der Toiletten und der Küche beschäftigt, erzählt Asal. Die 29 jüngeren Wölfli dürfen nach St.Stephan ins Bernbiet, wo ein Lagerhaus für sie reserviert ist.

Dem Wetter blickt Asal gelassen entgegen: Er habe noch gar nicht so genau den Wetterbericht angeschaut. Klar sei es schön, wenn es nicht vierzehn Tage regnen wird, «aber ausschlaggebend für ein gelungenes Lager ist Sonnenschein nicht», ist sich der Pfader sicher.

Ab ins Kantonslager

«Das Wetter sieht nicht so rosig aus», bedauert hingegen Noemie Schenck von der Jubla Dagmersellen. Denn sie haben dieses Jahr ein spezielles Highlight vor sich: Das Kantonslager in Risch-Rotkreuz, wo sich Jubla-Scharen aus dem Kanton Luzern für ein gemeinsames Lager treffen.

Die Vorbereitungen für die Jubla Dagmersellen würden sich jedoch kaum von einem normalen Lager unterscheiden, erklärt Schenck. Sie ist gemeinsam mit den anderen Leitenden bereits seit Donnerstagmorgen auf dem Lagerplatz. «Das Aufstellen ist streng. Aber gleichzeitig ist es cool, Zeit nur mit den Leiterinnen und Leitern zu verbringen. Wie ein eigenes kleines Lager», schwärmt sie. Am Montag, wenn die Teilnehmenden eintreffen, wird es dann aber wieder wuseln zwischen den Zelten.

Schutzkonzept steht

Beim Musiklager Doppleschwand sah es vor einem Jahr so aus.

Beim Musiklager Doppleschwand sah es vor einem Jahr so aus.

Bild: PD

Auch Dominik Notter steckte schon länger in den Vorbereitungen für den Start des Musiklagers Doppleschwand in Zwischenflüh im Kanton Bern. Bereits zum 44. Mal wird es durchgeführt, Notter ist seit fast fünfzehn Jahren ein Teil davon. Die aktuelle Situation habe die Planung anspruchsvoller gemacht als in anderen Jahren, erzählt der Routinier. So musste nicht nur ein Schutzkonzept für das Lager, sondern auch für das abschliessende Konzert erarbeitet werden. Ein wichtiger Bestandteil davon ist, dass alle Teilnehmenden zu Beginn des Lagers einen Covid-19-Test machen.

Die 40 Musikantinnen und Musikanten aus Doppleschwand, Romoos und Entlebuch bekamen schon Anfang Juni die Noten und sind nun fleissig am Üben. Bereits zwei Proben fanden statt, um auf die Woche unter dem Motto «Musiklager auf dem Weg nach Fantasia» vorzubereiten. Den Speiseplan will Notter noch nicht verraten: «Das ist selbstverständlich eine Überraschung», sagt er lachend.

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