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VORSTOSS: Feuerwehr soll historische Bauten besser schützen

In der Stadt Luzern unterstehen 150 Gebäude dem Kulturgüterschutz. Im Brandfall kann die Feuerwehr auf spezielle Einsatzpläne zurückgreifen. Weil diese allerdings in vielen Fällen fehlen, machen die Grünen nun Druck.
Die Feuerwehr stand mit einem Grossaufgebot im Einsatz. (Bild: Archiv LZ)

Die Feuerwehr stand mit einem Grossaufgebot im Einsatz. (Bild: Archiv LZ)

Bei einem Brand geht es manchmal unzimperlich zu und her. Um das Feuer wirkungsvoll zu bekämpfen, muss die Feuerwehr schon mal ein Fenster einschlagen, oder durch die Löscharbeiten werden Gegenstände beschädigt.

Was aber, wenn es sich dabei um historisch wertvolle Gebäude oder auch Gegenstände handelt? Für diesen Fall hat die Feuerwehr spezielle «Kultur­güterschutz-Einsatzpläne» zur Hand. Dort steht, auf welche Gegenstände oder Gebäudeteile bei den Löscharbeiten besonders Acht gegeben werden sollte. Die Feuerwehrleute können dann entsprechend reagieren – beispielsweise, indem sie wertvolle Gegenstände in Sicherheit bringen oder die Löschmethode anpassen.

Allerdings sind diese Einsatzpläne unvollständig. Von insgesamt 150 Gebäuden in der Stadt Luzern, die dem Kulturgüterschutz unterstehen, verfügen bisher nur 50 über entsprechende Dokumente für die Feuerwehr. Die städtischen Grünen fordern nun vom Stadtrat, dass die Einsatzpläne möglichst rasch vervollständigt werden. Dies schreibt die Partei in einem Postulat, das sie im Luzerner Stadtparlament eingereicht hat.

Mangel ist im Sicherheitsbericht erwähnt

Die Grünen verweisen auf einen Artikel in unserer Zeitung vom 4. Oktober 2013. Schon damals wurde darauf hingewiesen, dass rund 100 Einsatzpläne für Kulturgüter fehlen. «Geschehen ist bisher leider nichts», heisst es im Postulat. Tatsächlich weist auch der Stadtrat im jüngsten Sicherheitsbericht der Stadt Luzern auf diesen Mangel hin. Die städtische Denkmalpflege werde da­-her beauftragt, die nötigen Ressourcen für die Erarbeitung der 100 Einsatzpläne bereitzustellen, heisst es in dem Sicherheitsbericht. Mit ihrem Vorstoss wollen die Grünen nun zusätzlichen Druck aufbauen.

Immerhin wurden die bestehenden 50 Kulturgüter-Einsatzpläne seit 2013 modernisiert. Statt in Ordnern auf der Feuerwache sind die Dokumente inzwischen elektronisch gespeichert. Die Feuerwehrleute können nun bei einem Einsatz direkt vor Ort auf die Informationen zugreifen und die nötigen Massnahmen einleiten. Das bedeutet etwa, dass wert­volle Gemälde nicht mit Löschschaum in Kontakt kommen oder dass Stukkaturen nicht durch Wasser beschädigt werden.

Bei Unklarheiten können die Feuerwehrleute zudem auch Restauratoren oder Denkmalexperten kontaktieren, deren Telefonnummern auf einer Alarmliste verzeichnet sind.

Der richtige Umgang mit wertvollen Kulturgütern werde bei der Feuerwehr regelmässig trainiert, schreibt der Luzerner Stadtrat im Sicherheitsbericht 2016.

Robert Knobel

robert.knobel@luzernerzeitung.ch

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