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VORSTOSS: Stadt Kriens: Zieht Emmen bald nach?

Nachdem die Krienser Bevölkerung am Sonntag Ja zum Label Stadt stimmte, scheint dieser Schritt auch in Emmen nicht mehr all zu fern zu sein.
Beatrice Vogel
Verkehr auf dem Seetalplatz in Emmenbrücke. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Verkehr auf dem Seetalplatz in Emmenbrücke. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Kriens wird sich ab nächstem Jahr als Stadt bezeichnen. (siehe Artikel vom Sonntag) Das hat das Stimmvolk entschieden . Auch in Emmen ist die Stadt-Frage ein Thema: Seit einem knappen Jahr ist dort eine Motion der CVP hängig. Sie fordert, dass sich Emmen als Stadt bezeichnen soll.

Gibt der Krienser Entscheid der Emmer Motion nun Auftrieb? «Davon bin ich überzeugt», sagt CVP-Fraktionschef Christian Blunschi. Das Abstimmungsergebnis zeige, dass in Kriens ein neues Selbstbewusstsein entstanden sei. «Emmen und Kriens sind an einem ähnlichen Punkt betreffend Grösse und Entwicklungsgebieten. Ein neues Label kann in dieser Umbruchphase einen positiven Effekt haben.» Um die Bezeichnung zu ändern, braucht es eine Änderung der Gemeindeordnung und eine Volksabstimmung. Am Sonntag wurde in Emmen eine Revision der Gemeindeordnung gutgeheissen. Wäre es nicht sinnvoll gewesen, die Stadt-Frage auch gleich zu klären? «Ich finde es richtig, dass dieser Punkt ausgeklammert wurde», so Blunschi. Am Sonntag sei es um technische Anpassungen gegangen. «Die Bezeichnung ist aber eine politische und emotionale Frage.»

Links-Rechts-Gefälle zeichnet sich ab

Fragt man bei den anderen Parteien nach, zeigt sich ein Links-Rechts-Gefälle. Die Grünen sind klar für die Stadt, sagt Fraktionschef Andreas Kappeler. «Es wäre ein Zeichen dafür, dass man sich vom Dörflichen verabschiedet. Faktisch ist Emmen eine Stadt.» Dies bedeute jedoch nicht, dass in der Stadt Emmen kein Platz für Quartiere mit dörflichem Charakter sei, betont Kappeler. Seiner Meinung nach kann Emmen dadurch nur gewinnen: «Im Inneren ändert sich wenig, auf die Wahrnehmung von aussen dürfte es aber einen positiven Effekt haben.» Auch die SP ist dafür, so Fraktionschefin Barbara Fas. «Eine Stadt hat einfach mehr Gewicht.» Noch besser fände sie allerdings «Stadt Emmenbrücke». Gleichzeitig glaubt Fas, dass die Stadt-Bezeichnung in Emmen weniger Chancen hat als in Kriens, da das Ländliche hier noch stärker verankert sei.

Skeptisch zeigen sich FDP und SVP. «Die Frage ist, wo der Vorteil liegt», sagt FDP-Fraktionschef Dominik Marti und fügt an: «Das Kosten-Nutzen-Verhältnis muss genau geprüft werden.» Ins gleiche Horn stösst SVP-Fraktionschef Hans Schwegler. Für seine Partei müsse eine solche Änderung einen klaren Mehrwert generieren. «Den sehen wir aber nicht.» Und: «Das Selbstbewusstsein einer Gemeinde sollte nicht von ihrer Bezeichnung abhängen.»

Der Gemeinderat bereite derzeit die Antwort auf die Motion vor, heisst es auf Anfrage. Noch im ersten Halbjahr 2018 soll sie dem Einwohnerrat vorliegen.

Beatrice Vogel

beatrice.vogel@luzernerzeitung.ch

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