Phosphor in Seen auf dem Prüfstand

Gewissen Problemgebieten soll weniger Phosphor zugeführt werden, forderte vor Jahren ein wissenschaftlicher Bericht. Grüne-Kantonsrat Hannes Koch will jetzt wissen, weshalb dies noch nicht umgesetzt wurde.

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Was unternimmt der Kanton Luzern gegen die hohe Phosphorbelastung der Luzerner Mittellandseen durch Abwasser und Überdüngung? Das will Kantonsrat Hannes Koch (Grüne, Horw) in einer Anfrage wissen. Im Vorstoss bezieht er sich auf einen wissenschaftlichen Bericht des ETH-Wasserforschungsinstituts Eawag in Horw, demzufolge gewissen Problemgebieten weniger Phosphor zugeführt werden sollte. Koch fragt, warum das geforderte Konzept bis heute nicht erarbeitet und entsprechende Massnahmen nicht umgesetzt wurden.

Weitere Fragen betreffen die Haltung der Regierung zur Grösse der Tierbestände sowie zu den national geltenden Düngevorschriften. «Kann der Kanton Luzern diese verschärfen, wenn dies zur Erreichung des Gewässerschutzziels notwendig ist?», heisst es im Vorstoss. (red)

Dreckige Luzerner Seen – Kanton ist ratlos

Aus überdüngten Böden gelangt durch die Bäche zu viel Phosphor in die Luzerner Mittelland-Seen. Die bisherigen Massnahmen bringen keine Verbesserung mehr und müssen angepasst werden. Kanton und Gemeinden hoffen nun auf eine Studie.
Urs-Ueli Schorno