Wärmekraftwerk als Ersatz für KVA Ibach

Nach der geplanten Schliessung der Kehrrichtverbrennungsanlage (KVA) Ibach in der Stadt Luzern soll ein Wärmekraftwerk das Kantonsspital und das Emmen Center mit Fernwärme versorgen. Zudem wird ein Ausbau des Fernwärmenetzes in der Region Luzern geprüft.

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Das Luzerner Kantonsspital soll künftig von einem Wärmekraftwerk mit Fernwärme versorgt werden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Das Luzerner Kantonsspital soll künftig von einem Wärmekraftwerk mit Fernwärme versorgt werden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Das Wärmekraftwerk soll die jährliche KVA-Produktion von 48 Gigawattstunden Strom und 40 Gigawattstunden Wärme pro Jahr ersetzen, wie das Unternehmen energie wasser luzern (ewl) und der Gemeindeverband Recycling Entsorgung Wasser Luzern (Real) am Mittwoch gemeinsam mitteilten.

Die Planung der neuen Produktionsanlage stehe noch ganz am Anfang, sagte Stephan Marty, Vorsitzender der ewl-Geschäftsleitung, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Man mache nun eine Auslegeordnung, welche Energieträger ökologisch und wirtschaftlich in Frage kämen. Dabei tendiere man in Richtung erneuerbare Energien wie beispielsweise Holz, hielt Marty fest. Zu welchen Teilen die beiden Unternehmen dereinst finanziell am Projekt beteiligt sein werden, stehe noch nicht fest.

Zugleich wollen ewl und Real eine Erweiterung des Fernwärmenetzes über die Grosskunden hinaus prüfen. Dazu soll in einem Masterplan Wärme das Potenzial für die Gebiete Luzern Nord, Emmen und das Rontal ausgelotet werden.

sda/zim