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WAHL: Roland Wermelinger schafft den Sprung in den Gemeinderat von Egolzwil

Roland Wermelinger (58) ist in die Exekutive von Egolzwil gewählt worden. Sollten während seiner Amtszeit erneut Fusionsgespräche mit Wauwil aktuell werden, ist die Position des FDP-Mitglieds klar.
Der frisch gewählte Egolzwiler Gemeinderat Roland Wermelinger. (Bild: Eveline Beerkircher (Egolzwil, 26. November 2017))

Der frisch gewählte Egolzwiler Gemeinderat Roland Wermelinger. (Bild: Eveline Beerkircher (Egolzwil, 26. November 2017))

Eine Wahl mit Blankoliste gibt es nicht alle Tage. Trotzdem zog es in Egolzwil von den 1094 Stimmberechtigten am Sonntag nur sehr wenige an die Urne, um Roland Wermelinger (58) als neues Mitglied des Gemeinderats zu bestätigen: Auf 111 von 131 gültigen Stimmzetteln stand sein Name. Gerade mal 12,6 Prozent betrug die Stimmbeteiligung.

Roland Wermelinger, Kassier der FDP-Ortspartei und Vater zweier erwachsener Söhne, zeigte sich ob seiner Wahl sehr zufrieden: Über 80 Prozent der Stimmen wurden ihm zuteil. «Dieses Resultat freut mich. Weil im Vorfeld keine Gegenkandidaten bekannt waren, hätte mich alles andere aber auch überrascht», sagt Wermelinger. Er wird sein Amt per 1. Januar 2018 antreten.

Wunschkandidatin liess sich nicht finden

Zur Ersatzwahl kam es infolge der Demission von Patricia Huber-Hodel (FDP) per Ende August. Bis Eingabefrist von Anfang Oktober gingen keine Wahlvorschläge ein. Erst Mitte November brachte die FDP Wermelinger ins Spiel. «Wir sind sehr zufrieden, dass wir das frei gewordene Amt wieder besetzen konnten», sagt Ortsparteipräsident Ivo Jeggli. «Aufgrund der Unterstützung der CVP rechneten wir zwar mit einer Wahl. Ganz sicher sein kann man aber nie.» Doch warum liess sich Wermelinger – offensichtlich unbestritten – nicht schon früher als Kandidat aufstellen? «Der Wunsch des Vorstands war es, eine jüngere Person und wenn möglich eine Frau zu portieren», sagt Jeggli. «Trotz intensiver Suche gelang es uns aber nicht, eine geeignete Kandidatin zu finden.»

Die Phase der Rekrutierung verfolgte Roland Wermelinger aus der Ferne mit: Nach seiner Frühpensionierung im Sommer – zuvor hatte er als Leiter für die Produktionsplanung und -steuerung bei den SBB Region Zürich 150 Angestellte unter sich – weilte Wermelinger zusammen mit seiner Partnerin Monica Dumoulin während zweier Monate in Norwegen. «Als sich bei meiner Rückkehr noch immer keine Lösung abzeichnete, stellte ich mich zur Verfügung», sagt Wermelinger. Das Pensum von 20 Prozent lasse ihm genügend Freiraum, um weitere Reisen zu unternehmen. «Zudem interessiert mich das frei werdende Ressort Marketing und Umwelt», sagt er. «Hier geht es um zukunftsgerichtete Themen, die ich mitgestalten will.»

Apropos Zukunft: Wie steht der Frischgewählte, der seit sieben Jahren in Egolzwil wohnt und im Züribiet aufgewachsen ist, zu einer Wiederaufnahme der Fusionsverhandlungen mit Wauwil? «Ich wäre nach wie vor für einen Zusammenschluss. Eine gemeinsame Gemeinde Wauwil-Egolzwil macht Sinn, die beiden Dörfer sind längst zusammengewachsen.» Wichtig sei ihm, dass allfällige Gespräche «auf Augenhöhe» geführt würden. «Es kann nicht sein, dass man Egolzwil einfach von der Landkarte streicht.»

Letzte Wahl mit Blankoliste liegt vier Jahre zurück

Die Ersatzwahl mit Blankoliste vom Sonntag hat in der Geschichte der Gemeinde Egolzwil Seltenheitswert: Zuletzt war dies 2013 für den Posten des Gemeindeammanns der Fall, als es zu einer inoffiziellen Kampfwahl von zwei Kandidaten kam.

Dass bis zum Wahltermin keine offizielle Kandidatur bekannt ist, erinnert an die letztjährige Situation in Ufhusen: Bei den Gesamterneuerungswahlen war dies die einzige Gemeinde, die für den letzten freien Sitz keinen Interessenten präsentieren konnte. Gewählt wurde letztlich Politnewcomerin Renate Gerber-Schär. Es galt das relative Mehr.

Evelyne Fischer

evelyne.fischer@luzernerzeitung.ch

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