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Trotz Klimadebatte: Im Kanton Luzern zeichnet sich eine durchschnittliche Wahlbeteiligung ab

Noch vier Tage haben Luzernerinnen und Luzerner Zeit, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Zahlen aus den sechs Luzerner Wahlkreisen deuten auf eine leicht niedrigere Wahlbeteiligung als im Jahr 2015 hin.
Emanuel Schüpfer
Ein Mann wirft einen Stimmzettel in die Urne am Freitag. (Bild: Keystone)

Ein Mann wirft einen Stimmzettel in die Urne am Freitag. (Bild: Keystone)

Über 270'000 Wählerinnen und Wähler im Kanton Luzern haben am Sonntag das Privileg, den politischen Kurs der Schweiz für die nächsten vier Jahre mitzubestimmen. In der Vergangenheit waren Luzerner Stimmberechtigte fleissig: Verglichen mit anderen Kantonen schneidet Luzern mit 50,9 Prozent Wähleranteil überdurchschnittlich gut ab und verzeichnet damit den zehnthöchsten Wähleranteil aller Kantone. Aktuelle Zahlen aus den verschiedenen sechs Luzerner Wahlkreisen deuten auf eine leicht niedrigere Wahlbeteiligung als bei den National- und Ständeratswahlen 2015 hin.

Luzern und Dierikon mit Anstieg

27,8 Prozent der Stimmbürgerinnen und -Bürger haben in der Stadt Luzern bis Mittwoch brieflich abgestimmt. Vor vier Jahren lag die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt bei 27,32 Prozent also etwas niedriger. «Am Wahlsonntag erwarte ich eine Wahlbeteiligung von knapp unter 50 Prozent, wie dies vor vier Jahren schon der Fall war», sagt Thomas Zumbühl, Leiter Wahlen und Abstimmungen der Stadt Luzern, auf Anfrage.

Ein leichtes Plus konnte bisher auch die Rontaler Gemeinde Dierikon verzeichnen. Zuletzt waren die Dierikoner Wählerinnen und Wähler wenig aktiv, landeten bei den Kantonsratswahlen gar mit dem niedrigsten Wähleranteil im Kanton auf dem letzten Platz.
Bis Mittwochmorgen gingen bei der Gemeinde 192 Couverts ein, was einer Wahlbeteiligung von 18,8 Prozent und verglichen mit dem selben Zeitpunkt vor den nationalen Wahlen vor vier Jahren, dem 14. Oktober 2015, einer Steigerung von 1,9 Prozent entspricht. Dies bestätigt den positiven Trend: Bereits im März konnten bei den Kantonsratswahlen trotz tiefstem kantonalen Wert zwei Prozent Wähleranteil dazugewonnen werden. Gemeindeschreiber Marcel Herrmann formulierte auf Anfrage ein ambitioniertes Ziel: «Wir wollen diesen Sonntag eine Wahlbeteiligung von 40 Prozent erreichen.»

Weniger Couverts im Entlebuch, Willisau, Emmen und Sursee

Konträr zu Dierikon war das Interesse an politischer Mitbestimmung in Flühli bei den letzten Wahlen im Frühling am grössten. Einen Spitzenwert gab es auch am nationalen Wahlsonntag vor vier Jahren: 69 Prozent der Wahlzettel fanden damals den Weg ins Wahlbüro. «Es wäre schön, wieder ein ähnlich hohes Resultat zu erreichen», sagt Guido Küng, Gemeindeschreiber von Flühli. Allerdings betrug am Dienstag die Wahlbeteiligung 21 Prozent, zum gleichen Zeitpunkt vor vier Jahren waren es schon 23 Prozent.

Auch in der einwohnerstärksten Gemeinde im Wahlkreis Entlebuch flacht die Partizipation an den Wahlen leicht ab: Escholzmatt-Marbach verzeichnete am Montag gegenüber vor vier Jahren einen leichten Rückgang an brieflichen Wählern. Aktuell sind bei der Gemeinde 483 Couverts eingetroffen, rund fünf Prozent weniger als zum identischen Zeitpunkt von vier Jahren. Laut Hochrechnungen der Gemeinde werden dieses Jahr 52 Prozent der zur Wahl zugelassenen Einwohner von ihrem Recht Gebrauch machen. Vor vier Jahren waren es fünf Prozent mehr.

Den gleichen Tenor hinsichtlich Wahlbeteiligung haben Willisau, Emmen und Sursee. Bis Mittwoch sind in Willisau 1460 Wahlcouverts auf der Stadtkanzlei eingetroffen, was einen Wähleranteil von 26,43 Prozent ergibt und laut Stadtschreiber Peter Kneubühler «ein bisschen weniger» als vor vier Jahren ist. In Sursee ist mit 28,42 Prozent die Wahlbeteiligung um 1,69 Prozent tiefer. Leicht höher war das Wahlinteresse 2015 laut Gemeindekanzlei auch in Emmen, wo 16'800 Personen für den Urnengang zugelassen sind. Bis Mittwochmittag sind auf der Gemeindekanzlei gut 3'500 Wahlbriefe eingegangen, was einer Wahlbeteiligung von 21 Prozent entspricht. Emmens Gemeindeschreiber Patrick Vogel rechnet mit einem Schlusswert von knapp über 30 Prozent.

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