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WAHLEN 2015: Die Kleinen spannen zusammen

Die kleinen Mitteparteien holten 2011 dank einer Listenverbindung einen Nationalratssitz. Bei den nächsten Wahlen gibt es wohl eine Neuauflage – auch für die Kantonsratswahl.
Florian Weingartner
Die Wählerstärke der Parteien im Kanton Luzern. (Bild: Grafik Neue LZ)

Die Wählerstärke der Parteien im Kanton Luzern. (Bild: Grafik Neue LZ)

Die Grünliberalen waren die grossen Nutzniesser der 2011 von GLP, BDP und EVP eingegangenen Listenverbindung. Ihr Spitzenkandidat Roland Fischer holte für die Partei im ersten Anlauf einen Sitz im Nationalrat. Im Alleingang wäre die GLP von einem Sitzgewinn weit entfernt geblieben. Während die Grünliberalen bereits an den Kantonsratswahlen zuvor sechs Sitze holten – auch hier unter anderem dank einer Verbindung mit der Liste «Pro Werkplatz Schweiz» –, verpassten sämtliche Kandidaten der BDP eine Wahl, die EVP war gar nicht erst angetreten. Im Hinblick auf das kommende Grosswahljahr mit den kantonalen Wahlen im Frühjahr und den nationalen Wahlen im Herbst stellt sich für die Parteien wiederum die Frage nach der bestmöglichen Taktik.

Regelmässiger Austausch

Kurt Inderbitzin, Präsident der Bürgerlich-Demokratischen Partei des Kantons Luzern (BDP), sagt: «Grundsätzlich sind Listenverbindungen für Kleinparteien wie die unsere sinnvoll. Derzeit laufen Gespräche mit verschiedenen bürgerlichen Parteien.» Mit der GLP und deren Nationalrat Roland Fischer stehe man seit der Wahl im Herbst 2011 in regelmässigem Kontakt. «Die GLP ist sich bewusst, dass wir 2011 ein wichtiger Partner waren. Wir pflegen einen guten Kontakt, nicht nur auf der thematischen Ebene», sagt Inderbitzin.

Bei der Diskussion um eine erneute Listenverbindung mit GLP und EVP, aber auch bei Gesprächen mit anderen möglichen Partnern seien aber auch inhaltliche Aspekte wichtig. Inderbitzin sieht durchaus Berührungspunkte zwischen den Parteien, etwa im Bereich Umwelt- und Energiepolitik. Und für ihn ist klar: Wenn wieder eine Listenverbindung abgeschlossen werden soll, dann sowohl für Kantons- wie für Nationalratswahlen. «Es wäre falsch zu sagen, bei der einen Wahl passt die Partnerschaft und bei der anderen wieder nicht.»

Bei der Evangelischen Volkspartei des Kantons Luzern (EVP) ist man ebenfalls zufrieden mit der Listenverbindung bei den letzten Wahlen. Co-Präsident Klemens Ruoss sagt: «Die Zusammenarbeit war gut. Nun diskutieren wir, ob das bei den kommenden Wahlen wieder eine Möglichkeit ist.» Erste Vorgespräche mit BDP und GLP hätten stattgefunden. Priorität geniesse derzeit aber die Suche nach geeigneten Kandidaten für Kantons- und Nationalratswahlen.

GLP-Präsidentin Laura Kopp sagt, dass noch keine offiziellen Gespräche betreffend Listenverbindung stattgefunden hätten. Klar sei aber, dass eine Verbindung mit BDP und EVP auch für die Kantonsratswahlen prüfenswert wäre, wolle die GLP ihren Sitzanteil halten oder gar ausbauen. Für den Erhalt des Nationalratssitzes ist eine Listenverbindung wohl gar zwingend.

Bei ihrem Amtsantritt im September 2012 sagte Kopp unserer Zeitung, sie sei bei Listenverbindungen «zurückhaltend». Auf Nachfrage führt sie aus: «Grundsätzlich sind Listenverbindungen für uns eine rechnerische Angelegenheit. So sind bei den Nationalratswahlen 2011 verschiedene Kantonalsektionen mit unterschiedlichen Partnern Bündnisse eingegangen. Inhaltliche Überschneidungen sind ein Plus. Entscheidend ist aber, dass uns die Verbindung etwas bringt.» Für Kopp ist es deshalb nicht zwingend, dass für Kantons- und Nationalratswahlen dieselben Bündnisse eingegangen werden.

Potenzial auf der Landschaft

Die Vorbereitungen für das Wahljahr 2015 beginnen erst. Laura Kopp: «Die Arbeiten in den Sektionen sind angelaufen. Unser Ziel ist es, in allen Wahlkreisen mit guten Listen anzutreten.» Bei den Kantonsratswahlen 2011 traten die Grünliberalen in der Stadt Luzern und der Agglomeration mit starken Listen an. Auch im Wahlkreis Sursee fanden sich 10 Kandidaten. In den Wahlkreisen Hochdorf (4 Kandidaten), Willisau (2) und Entlebuch (0) war die Parteiaktivität eher bescheiden.

Auch die BDP bereitet sich derzeit bereits gezielt auf die Wahlen 2015 vor. «Wir achten in einer ersten Phase vor allem darauf, dass wir unsere Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit erhöhen», sagt Kurt Inderbitzin. Ein erster Schritt dazu ist der Auftritt der Partei mit einem eigenen Stand an der Luga vom 25. April bis zum 4. Mai. Daneben würden Gespräche mit möglichen Kandidaten für die kommenden Wahlen geführt, so Inderbitzin. «Wir haben einige junge Leute, von denen wir uns viel erhoffen.»

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