WAHLEN 2015: SP-Spitze will Listenverbindung mit GLP

Im Kanton Luzern soll die SP für die Nationalratswahlen eine Listenverbindung mit der bürgerlichen GLP eingehen. Dies beantragt das SP-Präsidium den Delegierten. Es begründet den Schritt damit, dass ein Sitzgewinn der SVP verhindert werden müsse.

Merken
Drucken
Teilen
Die SP Kanton Luzern macht definitiv eine Listenverbindung mit der GLP. Im Bild: SP-Präsident David Roth. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Die SP Kanton Luzern macht definitiv eine Listenverbindung mit der GLP. Im Bild: SP-Präsident David Roth. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Listenverbindungen beschlossen hat die SP bereits mit den Grünen, der JUSO, den Second@s Plus und den Jungen Grünen. Nun soll die wahlarithmetische Basis mit einer fünften Verbindung verbreitert werden, die allerdings rechts der normalen politischen Zusammenarbeit der Sozialdemokraten liegt.

Trotz grosser inhaltlicher Differenzen sei das Präsidium der SP Kanton Luzern bereit, mit der GLP eine Listenverbindung einzugehen, teilte die Partei am Dienstag mit. Eine Listenverbindung mit einer bürgerlichen Partei sei für die SP ein Novum. Für die nationalen Wahlen zeichne sich aber eine ausserordentliche Situation ab.

Die GLP hatte vor vier Jahren auf Kosten der SVP ihren ersten Nationalratssitz gewonnen. Ohne Listenverbindung sei am 18. Oktober sicher, dass die SVP den Sitz zurückgewinne, teilte die SP mit.

Tatsächlich ist bei den kantonalen Wahlen im Frühling 2015 die Parteistärke der GLP zurückgegangen. Aber auch der traditionelle Partner der SP, die Grünen, verloren. Diesen Rückgang konnte die SP, die etwas zulegte, nicht wettmachen.

Auch mit der zusätzlichen Listenverbindung müssten Grüne, GLP und SP verglichen mit den kantonalen Wahlen zulegen, um die drei Sitze zu verteidigen, teilte die SP mit.

Der Kanton Luzern hat zehn Nationalratssitze. Drei hat die CVP inne, je zwei SVP und FDP. SP, Grüne und GLP haben je einen Sitz. (sda)