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Interview

Wahlen 2019: Die Grüne Korintha Bärtsch sieht sich nicht als «Pro-Forma-Kandidatin»

Den fünften Teil unserer Serie zu den Luzerner Regierungsratswahlen widmen wir Korintha Bärtsch (34). Die Stadtluzernerin politisiert seit 2005 im Grossen Stadtrat und kandidiert zum ersten Mal für die Luzerner Regierung. Es ist der Kanton als neue politische Ebene, der sie reizt.
Evelyne Fischer
Korintha Bärtsch. (Bild: PD)

Korintha Bärtsch. (Bild: PD)

Sie ist die einzige Frau auf dem Kandidatenkarussell: Bei der Ausmarchung der Grünen hat Grossstadträtin Korintha Bärtsch das Rennen gemacht – vor den Kantonsrätinnen Christina Reusser (Ebikon) und Monique Frey (Emmen) sowie alt Grossrätin Verena Kleeb (Willisau).

«Mein Herz schlägt für Luzern» liest man auf Ihrer Website, hier politisieren Sie seit 14 Jahren im Stadtparlament. Warum nun die Exekutive?

Korintha Bärtsch: Die Kandidatur für den Regierungsrat ist für mich der logische Schritt vorwärts. Mich reizt der Kanton als neue politische Ebene. Gestützt auf die Erfahrungen aus der Parlamentsarbeit und meinen beruflichen Hintergrund will ich mitgestalten.

Ist Ihr Vorpreschen mehr als die Pro-Forma-Kandidatur einer Quotenfrau?

Ich fühle mich nicht als Pro-Forma-Kandidatin, Politik ist für mich längst viel mehr als ein Hobby. In der Regierung braucht es eine Stimme, die für links-grüne Themen sensibilisiert, und die aufzeigt, welche Sorgen und Nöte die über 20 Prozent der Stadtluzerner in diesem Kanton beschäftigen. Als Frau werde ich zudem über die Hälfte der Bevölkerung vertreten – ein Hintergrund, der dem heutigen Männergremium schlicht fehlt. Die Rückmeldungen, die ich erhalte, sind extrem motivierend.

Ihre Chancen auf den Sitz sind aber verschwindend klein. Auf dem Land sind Sie kaum jemandem ein Begriff.

Davon lasse ich mich nicht einschüchtern. Dass man mich ausserhalb der Stadt noch wenig kennt, wird im Wahlkampf zwar eine Herausforderung sein. Für die Kompetenzen einer Regierungsrätin spielt dieser Umstand keine Rolle. Bilanz wird am Abend des 31. März gezogen.

Sieht man Sie im zweiten Wahlgang?

Wahrscheinlich schon.

Warum treten Sie auch für den Kantonsrat an?

Als Regierungsratskandidatin geniesse ich verstärkte Aufmerksamkeit, was auch für die grüne und finanzpolitische Wende im Kantonsrat wichtig ist. Im Falle einer Wahl ins Kantonsparlament würde ich schweren Herzens auf den Sitz im Grossen Stadtrat verzichten. Ein Doppelmandat kommt bei den Grünen nicht in Frage.

Drittes Szenario: Sie werden weder für den Kantons- noch für den Regierungsrat gewählt. Ist Ihre jetzige Kandidatur ein Warmlaufen für die städtischen Wahlen 2020? Adrian Borgula ist seit 2012 für die Grünen im Stadtrat und wird heuer 60.

Adrian Borgula ist gewählter Stadtrat und hat sich über seine Zukunft noch nicht geäussert. Diese Frage stellt sich derzeit nicht. In der Politik funktioniert Personalplanung nicht, man muss zur rechten Zeit am rechten Ort sein. Klar ist: Ein Exekutiv-Amt reizt mich. Und ich habe den erforderlichen Rucksack dazu.

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