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WAHLEN 2019: Luzern intensiviert nach Nationalratssitz-Verlust Lobbying in Bern

Der Kanton Luzern verliert auf die nationalen Wahlen 2019 hin einen Nationalratssitz, weil die ständige Wohnbevölkerung weniger stark gewachsen ist als in anderen Kantonen. Der Regierungsrat bedauert den Verlust und will nun seine Anstrengungen erhöhen.
Der Rittersche Palast, das Regierungsgebäude des Kantons Luzern. (Archivbild Neue LZ)

Der Rittersche Palast, das Regierungsgebäude des Kantons Luzern. (Archivbild Neue LZ)

Zwischen 2012 und 2016 wuchs die Bevölkerung des Kantons Luzern zwar um 4,5 Prozent, er wird aber trotzdem eine Vertretung im Nationalrat verlieren. Somit sind noch neun Sitze bei den Wahlen 2019 zu vergeben.

Es gelte nun, die bestehenden Instrumente zur Wahrnehmung der Luzerner Interessen beim Bund noch intensiver und effizienter zu nutzen, schreibt die Luzerner Regierung in einer Stellungnahme. Das Konzept "Interessenvertretung des Kantons Luzern beim Bund" gewinne an Bedeutung, erläuterte Informationschef Andreas Töns auf Anfrage.

Das Konzept aus dem Jahr 2013 umfasst etwa das Monitoring von Bundesgeschäften, die Informationsbeschaffung, die Analyse und Aufbereitung der für Luzern wichtigen Bundesgeschäfte und Lobbying. Konkret fördere der Kanton mit Blick auf die anstehenden Infrastrukturgeschäfte die Bildung von Allianzen in der Zentralschweiz und darüber hinaus.

Der Kanton Luzern hat den zehnten Sitz, den er nun wieder verliert, seit den Nationalratswahlen 1995. Damals hatte die SVP erstmals einen Sitz in der grossen Kammer gewonnen. Je einen Sitz hatten auch SP und Grüne, die CVP erreichte vier und die FDP drei Mandate.

So funktioniert es

Die Nationalratssitze werden nach einem mehrstufigen Verfahren verteilt. So wird die Wohnbevölkerung der Schweiz per 31. Dezember 2016 durch die Anzahl Sitze geteilt, also 8'419'550 dividiert durch 200, was 42'097,75 ergibt. Ausschlaggebend ist nun die nächsthöhere ganze Zahl. Jeder Kanton, dessen Bevölkerung diese nicht erreicht, erhält einen Sitz und scheidet für die weitere Verteilung aus. Das sind Uri (36'145), Obwalden (40'147) und Appenzell Innerhoden (16'003).

Die Wohnbevölkerung der verbleibenden Kantone (8'289'877) wird nun durch die Zahl der noch nicht zugeteilten Sitze (197) geteilt und sodann analog vorgegangen. Das Verfahren wird wiederholt, bis die verbleibenden Kantone die letzte Verteilungszahl erreichen

Luzern geht leer aus

Nun folgt die Hauptverteilung, bei der jeder verbliebene Kanton so viele Sitze erhält, als die letzte Verteilungszahl in seiner Bevölkerungszahl enthalten ist. Also beispielsweise je ein Sitz für Nidwalden (mit 42'556 Einwohnern), Jura und Schaffhausen. Schwyz (155'863 Einwohner) erhält vorerst drei Sitze, Luzern (403'397 Einwohner) deren neun.

Die übrigen Sitze werden zum Schluss auf die Kantone mit den grössten Restzahlen verteilt. Schwyz erhält mit einer Restzahl von fast 30'000 einen vierten Sitz. Waadt (über 27'000) und Genf (26'000) erhalten ebenfalls einen zusätzlichen Sitz, Luzern (rund 24'000) geht diesmal leer aus. Nimmt man hypothetisch die Verteilung der Listenstimmen von 2015, würde die CVP einen Sitz einbüssen. (sda)

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