Wahlen 2020: Sie wollen «Udligen» weiter bringen

Neben Parteilosen kämpfen auch CVP, FDP und GLP am 29. März um einen Gemeinderatssitz in Udligenswil.

Hugo Bischof
Hören
Drucken
Teilen

Sechs Frauen und zwei Männer bewerben sich am 29. März um die fünf Gemeinderatssitze in Udligenswil. Die drei parteilosen neu Kandidierenden Philipp Erzinger, Sophie Gisler und Karin Henseler haben wir in unserer Zeitung schon ausführlich vorgestellt. Doch auch CVP, FDP und GLP kämpfen um Sitze in der Exekutive:

Gisela Künzli-­Huber (CVP)

Gisela Künzli-­Huber ist seit Anfang 2019 Mitglied des Udligenswiler Gemeinderats. Als Bauvorsteherin hat sie bereits einige grosse Projekte aufgearbeitet, etwa die Gesamtrevision der Ortsplanung, die Neulösung der ARA und den Bau des neuen Ökihofs. Neben ihrem Amt ist Künzli als PR- und Kommunikationsberaterin tätig. Sie ist 55-jährig, Mutter eines 18-jährigen Sohnes und wohnt mit ihrer Familie seit 25 Jahren in Udligenswil. «Ich schätze die herausragende, ländliche Wohn- und Lebensqualität in Udligenswil, ich mag den Ort und die Menschen hier», sagt sie und fügt hinzu, dass sie «die behutsame, zielgerichtete Weiterentwicklung unserer Gemeinde nicht nur mitgestalten, sondern auch mitverantworten» wolle.

Florian Ulrich (FDP)

Florian Ulrich  ist seit vier Jahren Gemeinderat. Er kandidiert neu als Gemeindepräsident. Der 36-Jährige ist stellvertretender Departementssekretär und Geschäftsleitungsmitglied im Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons Obwalden. Ulrich lebt in einer Partnerschaft und wohnt seit seiner Geburt in Udligenswil. «Die zentrale Lage und der ländliche Charakter, verbunden mit dem Dorfleben und der Vereinsvielfalt, machen den Charme unserer kleinen Gemeinde aus», sagt Florian Ulrich. Es gelte, «die Vorzüge von Udligenswil auszubauen und die Gemeinde als weltoffenen Ort mit hoher Lebensqualität und attraktiven Steuern zu positionieren».

Brigitte Henseler (CVP)

Brigitte Henseler kandidiert neu für den Gemeinderat. Sie arbeitet seit 2001 als Berufsfachschullehrerin am Berufsbildungszentrum Wirtschaft, Informatik und Technik in Sursee. Sie bringt Erfahrungen als Prorektorin, Schulleiterin, Primarschullehrerin und ehemalige Schulpflegepräsidentin mit. Seit 2017 ist sie zusätzlich Studiengangleiterin und Dozentin an der PH Luzern. Brigitte Henseler ist 57-jährig, verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Sie lebt seit 1987 in Udligenswil und engagierte sich seitdem im Samariterverein, in der Feuerwehr, im Frauenzirkel, in der Personalkorporation oder im CVP-Vorstand. «Ich möchte meine Erfahrung und mein fundiertes Wissen zum Thema Bildung sowie die sehr gute Vernetzung in der Bildungslandschaft des Kantons, in mein zukünftiges Amt einbringen», sagt sie.

Angela Müller-Küng (FDP)

Ebenfalls neu für den Gemeinderat kandidiert Angela Müller-Küng (FDP). Sie ist als juristische Mitarbeiterin im Departementssekretariat des Luzerner Finanzdepartements tätig. Aufgewachsen in Entlebuch, studierte sie an den Universitäten Fribourg und Luzern Recht und arbeitete danach einige Jahre als Anwältin und Notarin in Zug. Müller-Küng ist 36-jährig, verheiratet, und wohnt seit vier Jahren in Udligenswil. Sie will sich für das soziale und wirtschaftliche Wohlergehen in Udligenswil einsetzen und die «hohe Lebensqualität der Gemeinde weiterentwickeln», wie sie sagt. Wichtig seien ihr eine offene, direkte Kommunikation sowie ein klares, zielgerichtetes Handeln: «Damit will ich die Effizienz der Verwaltung sicherstellen.» Sie habe das Gefühl, in Udligenswil zu Hause angekommen zu sein, und liebe «die Menschen, die Hügel, die Luft, die Kühe, die Alphornkläge, aber auch die Nähe zu Luzern und Zug».

Jacqueline Gabus (GLP)

 Jacqueline Gabus  möchte neu in den Gemeinderat. Sie ist Erwachsenenbildnerin, u. a. an der Höheren Fachschule Bürgenstock. Zuvor war sie lange als Marketingleiterin in der Privatwirtschaft tätig, hauptsächlich in der Pharmabranche. Sie war auch als Sektorleiterin beim Unispital Zürich tätig. Gabus ist 59-jährig, geschieden, hat einen Sohn und lebt seit 2008 in Udligenswil. «Ich setze mich für eine lebendige und solidarische Gemeinde ein, in der sich alle wohlfühlen», sagt sie. «Udligenswil soll weiter massvoll wachsen, das öffentliche Angebot soll jedoch attraktiv und der Lebensraum intakt bleiben.» Dazu gehören unter anderem «eine gute Anbindung an den ÖV und bedarfsgerechte Tagesstrukturen an der Schule».

Mehr zum Thema