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Wahlen 2020 Stadt Luzern: Kommt's zur grossen Mitte-Allianz?

Die CVP Stadt Luzern kann sich eine Listenverbindung mit FDP und GLP vorstellen. Aber nur, wenn die Freisinnigen der SVP abschwören.
Robert Knobel
Der Kampf um die Stadtratssitze ist lanciert: Alle grossen Parteien haben ihre Stadtrats-Kandidaten offiziell nominiert. (Bild: Boris Bürgisser, Luzern, 14. Oktober 2014)

Der Kampf um die Stadtratssitze ist lanciert: Alle grossen Parteien haben ihre Stadtrats-Kandidaten offiziell nominiert. (Bild: Boris Bürgisser, Luzern, 14. Oktober 2014)

Am 29. März 2020 werden Stadtrat und Stadtparlament neu gewählt. Inzwischen konkretisieren die Parteien ihre Strategien für den Wahlkampf. Am Dienstagabend war anlässlich der CVP-Parteiversammlung erstmals Näheres zu erfahren, in welche Richtung es für die Christdemokraten 2020 gehen könnte.

Erwartungsgemäss wurde Finanzdirektorin Franziska Bitzi einstimmig zur Wiederwahl nominiert. Kontrovers diskutiert wurde hingegen die Strategie für die Parlamentswahlen. Soll die CVP strategische Allianzen, sprich Listenverbindungen, eingehen? Wenn ja, mit wem? Die Frage ist brisant mit Blick auf die Wahlen 2016: Die CVP verlor Sitze, weil sie keine Listenverbindung mit FDP und SVP eingehen wollte. Mit der FDP ja – mit der SVP nein: Das war auch an der gestrigen Versammlung der Grundtenor – umso mehr, als die SVP mit ihrem Stadtratskandidaten Silvio Bonzanigo die CVP brüskiert hat (Bonzanigo war früher CVP-Mitglied). Parteipräsidentin Karin Stadelmann betonte:

«Die FDP ist unser bevorzugter Listenpartner».

Eine Option wäre, zusätzlich die GLP ins Boot zu holen für eine grosse Mitte-Allianz zwischen CVP, FDP und GLP. Die CVP-Mitglieder zeigten sich offen für beide Varianten. Ob die FDP mitmachen würde, bleibt abzuwarten – sie liebäugelt eher mit einer Mitte-Rechts-Allianz (mit CVP und SVP). Das wiederum kommt für die CVP nicht in Frage.

Die GLP selber versammelte sich am Dienstagabend ebenfalls. Über eine mögliche Listenverbindung wurde allerdings noch nicht gesprochen. Hingegen wurde Stadträtin Manuela Jost zur Wiederwahl nominiert. Sie betonte, dass sie gerne vier weitere Jahre im Baudepartement tätig sein wolle. «Ich habe sehr viel Herzblut entwickelt für das Thema Bauen», sagte Jost. Im Stadtparlament wollen die Grünliberalen zudem von der «grünen Welle» profitieren und ihre Vertretung von heute vier auf sechs Sitze ausbauen.

Damit haben nun alle grossen Parteien ihre Stadtrats-Kandidaten offiziell nominiert. Bereits vor einiger Zeit nominiert wurden Adrian Borgula (Grüne), Martin Merki (FDP) sowie Beat Züsli und Judith Dörflinger (SP).

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