WAHLEN: «Achtung giftig»: Plakate erhalten Warnhinweise

Unbekannte haben sich klammheimlich in den Plakatierungswald vor den kantonalen Wahlen eingemischt. Obwohl man nirgends Namen erfährt, ist mindestens eines klar: Die Urheber sind keine Bürgerlichen.

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In Kriens hat ein Plakat der FDP ungefragte Gesellschaft erhalten. (Bild: PD)

In Kriens hat ein Plakat der FDP ungefragte Gesellschaft erhalten. (Bild: PD)

Jedes Kind kennt sie – oder sollte sie kennen: Die offiziellen Symbole für «giftig» und «ätzend». Mit den diesen orangen Piktogrammen kennzeichnet man Gebinde, die gefährliche Substanzen enthalten. Jetzt wird mit den Warnhinweisen auch Wahlkampf betrieben.

«Risiken und Nebenwirkungen»

Unbekannte haben Wahlplakate von bürgerlichen Parteien mit entsprechenden «Warnhinweisen» versehen. Das heisst, sie haben neben den Plakatwänden eigenen Pflöcke eingeschlagen und ihre eigenen Botschaften montiert. «Bürgerliche Politik ist ätzend» steht darauf und «Zu Risiken und Nebenwirkungen bürgerlicher Bildungspolitik lesen diese Website oder fragen Sie Ihr Kind.» Ein Schriftpfleil richtet direkt auf das «gefährliche» Wahlplakat, der Betrachter wird gemahnt: «Glauben Sie nicht alles, was von den Bürgerlichen kommt.»

Aus welchem politischen Lager die Urheber nicht kommen, ist schnell klar. Die Plakate bilden die Eskorte von Aushängen von SVP, FDP, CVP undGLP. Die Urheberschaft ist ein Komitee Risiken bürgerlicher Politik. Doch welche Personen hinter der Aktion stecken, war vorerst nicht zu erfahren. Auch die Website www.risiken-bürgerlicher-politik.ch lieferte keine direkten Hinweise.

cv

Auch das Plakat der Krienser und Horwer SVP-Kandidaten haben die vorerst Unbekannten ergänzt. (Bild: PD)

Auch das Plakat der Krienser und Horwer SVP-Kandidaten haben die vorerst Unbekannten ergänzt. (Bild: PD)

Finanzdirektor Marcel Schwerzmann wird mit einem Warnhinweis bedacht. (Bild: PD)

Finanzdirektor Marcel Schwerzmann wird mit einem Warnhinweis bedacht. (Bild: PD)