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WAHLEN: Alle elf Kandidaten: Die grosse Stadtratsdebatte

Der Stadtluzerner Wahlkampf steuert auf die Zielgerade. Die Gelegenheit, alle Stadtratskandidaten auf einmal zu erleben, gibt es jetzt.
Yasmin Kunz

Wie gut ist die finanzielle Lage der Stadt Luzern wirklich? Hat das ambitiöse Salle-Modulable-Projekt auf dem Inseli eine Chance? Stimmt der Kurs der Stadtregierung in Sachen Tourismus und in der Verkehrspolitik? Und vereint der Stadtpräsident und Finanzdirektor zu viel Macht auf sich?

Am 1. Mai wählt die Bevölkerung der Stadt Luzern einen neuen Stadtrat (und ein neues Parlament). Das Exekutivamt scheint begehrt: Elf Kandidatinnen und Kandidaten treten an (siehe Box). Am kommenden Montag, 11. April, stellen sich alle Kandidaten der öffentlichen Debatte. Die «Neue Luzerner Zeitung», Radio Pilatus und Tele 1 laden zum grossen Wahlpodium ins Hotel Schweizerhof (18.30 Uhr, Eintritt frei). Geleitet wird die Diskussion von Jérôme Martinu, dem stellvertretenden Chefredaktor der «Neuen Luzerner Zeitung» und ihren Regionalausgaben, und von Michael Rauchstein, Moderator von Tele 1.

Um eine abwechslungsreiche Diskussion zu ermöglichen, werden die elf Politiker in drei Gruppen eingeteilt: Gesetzt sind die drei Kandidaten für das Stadtpräsidium, die restlichen acht werden vor Ort per Losentscheid den zwei weiteren Diskussionsgruppen zugeteilt. Diskutiert wird über die Hauptthemen der auslaufenden Legislatur: Stadtfinanzen und Steuerpolitik, Kulturprojekte, Wohnbau, Verkehrsentwicklung, Tourismus. Auch das Publikum kann Fragen stellen. Das Podium wird auf der Website www.luzernerzeitung.ch via Livestream übertragen.

Veri würde alle wählen

Für Zwischenunterhaltung wird der Malterser Kabarettist Thomas Lötscher, besser bekannt als Veri, sorgen. Als «Resümator» wird er mehrmals die Diskussionsrunde auflockern. Der belesene und politaffine Veri hat sich für unsere Zeitung schon mal erste Überlegungen zum grossen Kandidatenfeld gemacht: «Elf Kandidierende für fünf Sitze – definitiv zu viele. Wen wählen?» Alle wollten dem Volk dienen, wollten nur das Beste, seien kompetent und teamfähig ... Darum Veris Schluss: «Ich würde sie vorerst alle nehmen. Lohn teilen, Job teilen. Pensum also je 45,45 Prozent. Am Vormittag zu machen. Und am Nachmittag als Freiwillige Asiaten lotsen am Schwanenplatz, Cars parkieren in der Agglomeration, Verkehr regeln am Bundesplatz, Strasse putzen nach Fanmärschen und Vorhängli ziehen im Friedental. Das wäre Stadtentwicklung und Dienst am Volk. Ohne zusätzliche Kosten. Und nach einer Probezeit von drei Monaten wählen wir nochmals und entscheiden, wer ins Stadthaus muss und wer weiterhin Taubendreck von den Denkmälern wischen darf.»

Podien sind «keine Strafaufgabe»

Viel Erfahrung mit Auftritten auf Podien hat Stadträtin Ursula Stämmer-Horst (SP). Sie tritt als einzige der fünf amtierenden Stadträte nicht mehr zur Wahl an. Die Vorsteherin der Bildungsdirektion hat gemäss eigener Schätzung an rund 20 Wahlpodien teilgenommen. Sie weiss, dass solche Auftritte eine Chance sein können: «Podien sind eine sehr gute Gelegenheit, mit unterschiedlichen Leuten in den Kontakt zu kommen.» Hat sie diese Anlässe gemocht? «Eine Strafaufgabe war es sicher nicht. Als Politikerin muss man gerne vor die Öffentlichkeit treten», sagt Stämmer. Sie räumt aber ein, dass es von den Kandidaten viel Vorbereitung verlangt. Man müsse sattelfest sein in den Themen, welche die Bürger interessieren. Dennoch: Es werden Fragen auftauchen, die man sich im Vorfeld nicht gestellt hat. Wie geht man damit um? «Das Wichtigste an einem Podium ist, sich selbst zu sein und keine Show abziehen zu wollen – dann fühlt man sich auch wohl in seiner Haut.»

Ausserdem rät sie den neuen Kandidaten zu einer sorgfältigen Kleiderwahl: «Es muss authentisch sein und sollte einen gepflegten Eindruck erwecken.»

Vier Bisherige

Kandidatenfeldred. Aus dem fünfköpfigen Luzerner Stadtrat treten vier für die kommende vierjährige Legislaturperiode wieder an. Einzig SP-Stadträtin Ursula Stämmer verzichtet auf einen Wiederantritt. Aufgrund des grossen Kandidatenfeldes mit elf Frauen und Männern ist ein zweiter Wahlgang sehr wahrscheinlich.

Fürs Stadtpräsidium kandidieren Stefan Roth (CVP, Präsidium, bisher), Rudolf Schweizer (Parteilose Schweizer) und Beat Züsli (SP). Die weiteren Kandidaten für die Exekutive sind: Adrian Borgula (Grüne, bisher), Yannick Gauch (Juso), Manuela Jost (GLP, bisher), Sina Khajjamian (Junge Grüne), Denis Kläfiger (BDP), Martin Merki (FDP, bisher), Karin Stadelmann (JCVP, neu) und Peter With (SVP, neu).

Yasmin Kunz

Sie können nicht vor Ort sein am kommenden Montagabend? Folgen Sie der Live-Übertragung im Internet unter www.luzernerzeitung.ch

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