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WAHLEN: Bürgerlicher Pakt will GLP aus der Luzerner Stadtregierung kippen

Mit einem Schulterschluss wollen die bürgerlichen Parteien im zweiten Wahlgang der Luzerner Stadtratswahlen den Sitz des CVP-"Stapis" Stefan Roth ins Trockene bringen und die SVP in den Stadtrat hieven. Im Visier haben sie den Sitz der GLP-Baudirektorin.
Rudolf Schweizer (parteilose Schweizer), Peter With (SVP), Manuela Jost (GLP, von links) und Stefan Roth (CVP, rechts) kämpfen um den Einzug in den Luzerner Stadtrat. Rudolf Schweizer (links), Beat Züsli (SP, zweiter von rechts) und Stefan Roth kämpfen ums Stadtpräsidium. (Bild Dominik Wunderli)

Rudolf Schweizer (parteilose Schweizer), Peter With (SVP), Manuela Jost (GLP, von links) und Stefan Roth (CVP, rechts) kämpfen um den Einzug in den Luzerner Stadtrat. Rudolf Schweizer (links), Beat Züsli (SP, zweiter von rechts) und Stefan Roth kämpfen ums Stadtpräsidium. (Bild Dominik Wunderli)

Zwei der fünf Luzerner Stadtratssitze sind im zweiten Wahlgang vom 5. Juni noch zu vergeben. Auf Anhieb gewählt wurden Sozialdirektor Martin Merki (FDP), Umwelt-, Verkehrs- und Sicherheitsdirektor Adrian Borgula (Grüne) und neu Beat Züsli (SP). Letzterer konnte den Sitz der zurückgetretenen Ursula Stämmer verteidigen.

Eine Wahlschlappe musste der amtierende Stadtpräsident Stefan Roth (CVP) einstecken. Er verpasste im ersten Wahlgang das absolute Mehr und muss nun nochmals antreten.

Damit Roth die Wiederwahl schafft, beschlossen CVP, FDP und SVP einen bürgerlichen Schulterschluss. Im gleichen Zug peilen sie den zweiten noch zu vergebenden Sitz an, den Sitz der bisherigen Baudirektorin Manuela Jost (GLP), die die Wiederwahl ebenfalls nicht auf Anhieb geschafft hatte. Mit Peter With will die SVP nämlich endlich den Einzug in die Stadtregierung schaffen.

Manuela Jost erhält Unterstützung von der SP und den Grünen. Beide entschieden sich gegen eine weitere Kandidatur aus den eigenen Reihen, weil sie Josts Wiederwahl nicht gefährden wollten. Als vierter Kandidat tritt der Parteilose Rudolf Schweizer an. Er erhielt im ersten Wahlgang am wenigsten Stimmen.

Spannung verspricht die Wahl ums Stadtpräsidium. Im ersten Wahlgang machte Neuling Beat Züsli (SP) mehr Stimmen als Stefan Roth (CVP), beide scheiterten aber am absoluten Mehr.

So treten im zweiten Wahlgang die selben drei Personen an, wie schon in der ersten Runde: Stefan Roth, Beat Züsli und Rudolf Schweizer. Roth wird von FDP und SVP unterstützt, Züsli von den Grünen und den Grünliberalen. Schweizer tritt als Einzelkämpfer an.

Podium zur Richtungswahl

Zwei Sitze im Luzerner Stadtrat sind nach wie vor offen. Kann Stefan Roth (CVP) seinen Sitz – und vor allem das Stadtpräsidium – verteidigen? Oder wird der neu gewählte SP-Mann Beat Züsli neuer «Stapi»? Zieht die SVP mit Peter With erstmals in die städtische Exekutive ein und verdrängt damit GLP-Baudirektorin Manuela Jost? Mitte-links oder bürgerlich-rechts – die Stadt Luzern steht am 5. Juni vor einer Richtungswahl. Die Kandidaten messen sich in der Debatte und setzen sich auf den heissen Stuhl.

Das Podium findet am 23. Mai um 18.30 Uhr im Auditorium der LZ Medien statt. Der Eintritt ist frei.

Mobilfunk-Initiative

Das Luzerner Stimmvolk hat am 5. Juni aber nicht nur die neuen Stadträte zu wählen. Es befindet auch über die Initiative "Für Ordnung statt Wildwuchs beim Mobilfunk". Diese will die Stadtbehörden verpflichten, den gesetzlichen Spielraum auszuschöpfen und auf die Standortwahl und die Ausgestaltung von Antennenanlagen Einfluss zu nehmen. In Wohnquartieren sollen neue Anlagen nur noch in Ausnahmefällen möglich sein.

Der Stadtrat lehnt die Initiative des parteiunabhängigen Komitees ab. Er hält sie für kontraproduktiv. Er befürchtet, dass mit der Initiative Antennen nicht an optimalen Standorten aufgestellt werden. (sda)

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