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WAHLEN: Doch Kampf um freien Gemeinderatssitz in Ebikon

Die FDP kann den Sitz ihres zurückgetretenen Gemeinderats Ruedi Kaufmann nicht in stiller Wahl verteidigen. Die SVP bringt mit Guido Müller doch noch einen Kandidaten. Der 59-jährige Kantonsrat versucht es nicht zum ersten Mal.
Roman Hodel
Sie stehen am 4. März zur Wahl: Guido Müller (links, SVP) und Ruedi Mazenauer (FDP). (Bild: Corinne Glanzmann (Ebikon, 15. Januar 2018))

Sie stehen am 4. März zur Wahl: Guido Müller (links, SVP) und Ruedi Mazenauer (FDP). (Bild: Corinne Glanzmann (Ebikon, 15. Januar 2018))

Roman Hodel

roman.hodel@luzernerzeitung.ch

Lange hat es in Ebikon nach einer stillen Ersatzwahl ausgesehen, doch seit gestern, 12 Uhr, ist klar: Die Stimmberechtigten entscheiden am 4. März an der Urne, wer den freigewordenen Sitz des zurück­getretenen Gemeinderats Ruedi Kaufmann (FDP) übernimmt. Neben Ruedi Mazenauer (48), der den Sitz für die FDP verteidigen will (Ausgabe vom 16. Dezember), kommt nun auch die SVP mit einem Kandidaten: Sie schickt Guido Müller (59), Fraktionschef der SVP im Kantonsrat, ins Rennen.

«Wir wollen den Ebikonern eine Auswahl bieten, sonst ist der FDP-Kandidat quasi ungeschaut gewählt», sagt Müller. «Abgesehen davon würde es Sinn machen, wenn die SVP als wählerstärkste Partei in Ebikon bald wieder im Gemeinderat vertreten wäre.» Auf die Frage, ob ihn die Partei habe zur Kandidatur drängen müssen, sagt er: «Nein, ich wurde angefragt und tue es der Sache zuliebe, immerhin handelt es sich um ein wichtiges Amt.» Er sei deshalb überrascht, dass nicht auch andere Parteien jemanden nominiert hätten.

Müller stellt Wachstum in Frage

Guido Müller ist in der Politik ein alter Hase: Seit 2000 sitzt er für die SVP im Kantonsrat, seit 2008 präsidiert er deren Fraktion. Ferner ist der 59-Jährige auch Mitglied der Parteileitung der kantonalen SVP. «Meine Erfahrung und mein Wissen als Politiker wie auch als Unternehmer möchte ich in den Gemeinderat einbringen», sagt Müller. In der Exekutive würde er das stets propagierte Wachstum der Gemeinde auch mal in Frage stellen: «Neuzuzüger bringen ja nicht nur mehr Steuereinnahmen, sondern etwa auch mehr Verkehr.» Dass der zurückgetretene FDP-Gemeinderat Kaufmann sein Amt wegen der Doppelbelastung von Beruf und Politik niedergelegt hat, schreckt Müller nicht ab: «Alles eine Frage der Organisation.»

Müller hatte sich bereits vor sechs Jahren zur Wahl aufstellen lassen, verpasste jedoch den Einzug in den Gemeinderat. Davon entmutigen lässt er sich nicht: «Damals ging es sowieso um das Gemeindepräsidium.» Der Hauptbeweggrund sei aber der gleiche gewesen: «Auch 2012 wollte die SVP den Ebikonern eine Auswahl ermöglichen.»

«Bringe beide Aufgaben unter einen Hut»

Über eine stille Wahl wäre FDP-Kandidat Ruedi Mazenauer nicht unglücklich gewesen: «Mit Blick auf den Wähleranteil steht unserer Partei der Sitz zu.» Andererseits scheue er sich nicht davor, in den Wahlkampf zu steigen. «Ich tue dies aus einer starken Position heraus, weil die FDP für eine vernünftige Politik steht», sagt er. Als Schwerpunkte in seinem politischen Programm nennt er folgende: passende Infrastrukturen schaffen für das wachsende Ebikon – etwa bei den Schulhäusern, den Verkehr in geordnete Bahnen lenken und die Finanzen, «die plagen», im Griff halten. Zur Doppelbelastung, die dem zurückgetretenen FDP-Gemeinderat Kaufmann zugesetzt hatte, sagt Mazenauer: «Das ist eine persönliche Angelegenheit – ich bin überzeugt, beide Aufgaben unter einen Hut zu bringen.»

Niemanden zur Ersatzwahl portieren wird die SP: «Wir anerkennen im Sinne des Proporzes den Sitzanspruch der FDP», sagt Präsidentin Melanie Landolt-Strebel und wiederholt damit, was sie im Dezember angekündigt hatte. Die SP hatte bei den Wahlen 2016 ihren Sitz verloren. Aktuell setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen: Präsident Daniel Gasser (CVP), Hans Peter Bienz (parteilos), Andreas Michel (parteilos) und Susanne Troesch-Portmann (CVP).

Der zurückgetretene Ruedi Kaufmann verliess den Gemeinderat per Ende Jahr. Er hatte seit 2008 der Exekutive angehört. Mitte Mai vergangenen Jahres war er wegen eines Burn-outs vorübergehend ausgefallen.

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