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WAHLEN: Gewerbler streichen Stadtpräsident Roth

Der Luzerner Stadtpräsident Stefan Roth (CVP) wird vom Gewerbeverband im Gegensatz zu 2011 nicht unterstützt. Seine Politik sei zu wenig gewerbefreundlich. Stefan Roth reagiert betont locker.
Der Luzerner Stadtpräsident Stefan Roth. (Bild: Pius Amrein)

Der Luzerner Stadtpräsident Stefan Roth. (Bild: Pius Amrein)

Hinweis: Die Liste mit allen vom Gewerbeverband unterstützten Kandidaten »

Lukas Nussbaumer

Wer am 29. März den Sprung in den 120-köpfigen Luzerner Kantonsrat schaffen will, braucht Unterstützung weit über die eigene Partei hinaus. Besonders wichtig ist der Support durch den mächtigen Gewerbeverband des Kantons Luzern. Der Verband mit über 11 000 Mitgliedern veröffentlicht jeweils vor den Wahlen eine Liste mit jenen Kantonsratskandidaten, welche offiziell unterstützt werden. Der Support beschränkt sich aber nicht bloss auf diese Liste: Ende Februar erscheint eine Sonderausgabe der Verbandszeitschrift, die in alle Luzerner Haushaltungen verschickt wird. Dazu werden Inserate geschaltet und sämtliche Kandidaten im Internet aufgeführt.

«Nicht operativ für eine Firma tätig»

Prominentestes Opfer in der unserer Zeitung exklusiv vorliegenden Liste ist der Luzerner Stadtpräsident Stefan Roth. Der 54-jährige CVP-Politiker wurde vor vier Jahren noch unterstützt jetzt fehlt sein Name auf der 81 Politiker umfassenden Liste, 6 mehr als 2011 (siehe Tabelle).

Roland Vonarburg, Präsident des Gewerbeverbands und bis Mitte 2011 selber Kantonsrat, begründet die Nichtberücksichtigung seines Parteifreunds durch den Vorstand so: «Stefan Roth erfüllte das Kriterium, zumindest teilweise operativ für eine Firma tätig zu sein, nicht.»

Dieses Kriterium erfüllen jedoch eine ganze Reihe von unterstützten Kandidaten ebenfalls nicht alle Berufspolitiker nämlich, also etwa Rolf Born, FDP, Emmen; Irene Keller, FDP, Vitznau; Erwin Arnold, CVP, Buchrain, oder Paul Winiker, SVP, Kriens.

Vonarburg sagt dazu: «Über sämtliche Berufspolitiker haben wir im Vorstand diskutiert. Dabei war das Abstimmungsverhalten im Kantonsrat ein wesentliches Kriterium. Bei Stefan Roth sind wir zum Schluss gekommen, dass seine Politik in den letzten vier Jahren zu wenig gewerbefreundlich war.» Vonarburg meint Roths Widerstand gegen das Sparpaket «Leistungen und Strukturen 2» oder seine Kritik an den tiefen Unternehmenssteuern.

Stefan Roth sagt auf Anfrage, dass er von Roland Von­arburg telefonisch über die Nichtberücksichtigung informiert worden sei. Die Kritik an seiner Politik kontert Roth so: «Ich nehme den Entscheid zur Kenntnis. Ich verfolge eine Wirtschaftspolitik, die sich nicht nur einseitig nach den tiefsten Steuern ausrichtet.» Bildung, Mobilität und Kultur seien ebenfalls bedeutende Kriterien zur Ansiedlung von Unternehmen. Ausserdem setze er sich «speziell in der Stadt Luzern und im Kanton für gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen» ein.

SVP-Bucher fehlt auf aktueller Liste

Wie Roth ebenfalls nicht mehr vom Gewerbeverband unterstützt wird SVP-Kantonsrat Hanspeter Bucher aus Hochdorf. Beim Unternehmer mit rund 150 Angestellten liegt der Grund im Gegensatz zu Roth jedoch im Dunkeln. Vonarburg: «Wir wissen nicht, warum Bucher heuer auf der Liste fehlt.» Bucher bedauert dies sehr: «Die Unterstützung durch den Gewerbeverband ist wirklich wichtig. Ich weiss nicht, wie das passieren konnte.»

Neu auf der Liste befinden sich dafür die CVP-Kantonsratsmitglieder Andrea Gmür-Schönenberger (Luzern) und Gianmarco Helfenstein (Horw). Beide kandidierten auch 2011. Und beide meldeten sich laut Roland Vonarburg bei den letzten Wahlen nicht.

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