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WAHLEN: Hier wirds besonders spannend

Gleich viele Kandidaten wie Sitze: Das kommt in vielen Gemeinden vor. Nicht so in Ebikon, Adligenswil und Meggen.
Ein Mann wirft einen Stimmzettel in eine Urne. (Symbolbild LZ)

Ein Mann wirft einen Stimmzettel in eine Urne. (Symbolbild LZ)

Robert Knobel

In rund der Hälfte aller Luzerner Agglomerationsgemeinden haben die Wähler gar keine Wahl: Am 1. Mai kandidieren genau so viele Kandidaten wie Gemeinderatssitze zu vergeben sind.

Doch längst nicht überall kommt es zu stillen Wahlen. In einigen Gemeinden verspricht der 1. Mai gar hoch spannend zu werden. In Ebikon kandidieren gleich neun Kandidaten für fünf Sitze. Die Ebikoner Wähler gehören damit zu denjenigen mit der grössten Auswahl im ganzen Kanton. In Ebikon treten die drei Bisherigen Daniel Gasser (CVP), Rudolf Kaufmann (FDP) und Andreas Michel (parteilos) wieder an. Vakant sind die beiden Sitze, die bisher von CVP und SP besetzt waren. Die CVP will ihren zweiten Sitz mit Susanne Troesch halten. Auch die SP will mit Melanie Landolt Strebel im Gemeinderat bleiben. Herausgefordert werden sie durch Heidi Müller (SVP), Susanne Gnekow (GLP) und Christina Reusser (Grüne).

CVP-Kandidat als Parteiloser

Spannend ist aber vor allem die Kandidatur von Hans Peter Bienz. Der 40-Jährige wurde von der IG Gewerbe Rontal als Kandidat aufgestellt. Bienz ist zwar CVP-Mitglied, kandidiert aber als Parteiloser. Offiziell deshalb, weil sich die CVP bereits früh für Daniel Gasser und Susanne Troesch entschieden hatte und keinen dritten Sitz anpeilen wollte. Sowohl bei der Ebikoner CVP als auch beim Gewerbeverein betont man, dass es keinen Konflikt gebe. Offiziell unterstützt wird der «parteilose» CVPler von seiner Mutterpartei allerdings nicht: Auf der CVP-Wahlliste sind nur die beiden offiziellen Kandidaten aufgeführt.

CVP-Präsident Othmar Som würde es dennoch begrüssen, wenn Bienz nach einer allfälligen Wahl in den Gemeinderat seine Parteimitgliedschaft behalten würde. Dann würden im Ebikoner Gemeinderat gleich zwei Parteilose sitzen – wovon einer eigentlich gar keiner ist. Auffällig ist jedenfalls, dass die IG Gewerbe Rontal die Werbetrommel für ihren Kandidaten kräftig rührt. Im Gegensatz zu den meisten seiner Konkurrenten hat Hans Peter Bienz eine eigene Homepage, auf der er unter anderem verspricht, sich für Firmenansiedlungen, gemeinnützige Wohnungen sowie eine neue Mehrzweckhalle einzusetzen.

FDP kämpft gleich um zwei Sitze

Spannend ist die Ausgangslage auch in Adligenswil. Dort verlor die FDP im letzten August ihren einzigen Sitz im Gemeinderat an die SVP. Dies, weil sie es nicht schaffte, einen Kandidaten aufzustellen. Doch jetzt will es die FDP erst recht wissen. Sie kämpft mit zwei Kandidaten für den Wiedereinzug in den Gemeinderat. Es sind dies die beiden Co-Parteipräsidenten Peter Stutz und Marion Maurer. Die Chancen für die FDP stehen nicht schlecht, mindestens einen der beiden vakanten Sitze zu erobern.

Insbesondere der Sitz, der bisher von der GLP besetzt war, ist wohl am Wackeln. Darauf lassen zumindest die Wahlschlappen der Grünliberalen auf nationaler und kantonaler Ebene schliessen. Zudem tritt der bisherige GLP-Gemeinderat Olivier Bucheli zurück. Die GLP will ihren Sitz im Adligenswiler Gemeinderat mit Manuela Handermann verteidigen. Ebenfalls halten will die CVP ihren zweiten Sitz, und zwar mit Felicitas Marbach. Für die Wiederwahl kandidieren in Adligenswil Gemeindepräsidentin Ursi Burkart (CVP), Sozialvorsteher Pascal Ludin (SP) und Bildungschef Ferdinand Huber (SVP). Für Aufregung sorgt in Adligenswil zudem das Komitee «Adligenswil schaut nach vorne». Dieses empfiehlt mit einer eigenen Wahlliste ausschliesslich Mitte-links-Kandidaten mit CVP, SP und GLP zur Wahl.

Linke verlieren Sitz in Meggen

Nicht mehr vertreten sein werden die Linken hingegen in Meggen. Die SP hat keinen geeigneten Nachfolger für die abtretende Gemeinderätin Mirjam Müller-Bodmer gefunden und tritt nicht mehr an. Eine weitere Vakanz gibt es durch Jacqueline Kopp (CVP). Um die beiden frei werdenden Sitze bewerben sich Carmen Holdener-Oechslin (CVP), Olivier Claas (FDP) und Reto Frank (SVP). Die CVP wird ihren Sitz wohl verteidigen können. Spannend wird hingegen, wer den SP-Sitz erbt: Ist es Olivier Claas von der FDP, würden die Liberalen drei von fünf Sitzen im Megger Gemeinderat belegen. Dieses Ziel ist wohl ambitioniert. Gute Chancen kann sich deshalb die SVP ausrechnen, erstmals den Sprung in den Gemeinderat zu schaffen.

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