Kommentar

Wahlen in Schwyz: Überraschungen blieben aus

Wie ein Koalitionspartner dem CVP-Politiker Sandro Patierno die Wahl in den Schwyzer Regierungsrat knapp verbaute.

Jürg auf der Maur
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Jürg Auf der Maur

Jürg Auf der Maur

Die CVP muss weiter zittern. Sandro Patierno verpasste die Wahl ins Siebnergremium um mickrige 50 Stimmen. Jetzt kommt es zu einem zweiten Wahlgang, von dem im Moment noch niemand weiss, wann er stattfinden wird. Sicher ist nur: Der 17. Mai ist es mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht. Denn die Corona-Sperre wird dazu führen, dass ein sauberer Wahlkampf so gut wie unmöglich ist.

Patiernos knappe (Noch-)Nichtwahl ist nicht nur für ihn bitter. Sondern auch für die Partei. Denn ausgerechnet die Grünliberalen, der eigene Koalitionspartner, verunmöglichten, dass die CVP ihre beiden Sitze schon im ersten Anlauf verteidigen konnte.

Das war aber ebenso zu erwarten wie der starke Zuwachs, welche die Grünliberalen einfahren konnten. Sie haben ihre Sitzzahl verdoppelt und sind neu als eigene Fraktion unterwegs. Das heisst: Sie müssen künftig nicht nur die Themen alleine vor- und mit einem kleinen Personalbestand aufbereiten, sondern sie werden auch von den anderen in die Plicht genommen. Ohne Koalitionen wird es nicht gehen.

Die Vision einer neuen starken Mitte hat sich auf jeden Fall nicht erfüllt. Die FDP hat zwei Mandate verloren, und die drei Sitzgewinne der GLP gingen auf Kosten der CVP. Insgesamt also herrscht im Kanton Schwyz weiterhin grosse Stabilität. Das kann mit Zufriedenheit über den bisherigen Kurs erklärt werden, und diese wäre gleichzeitig ein Grund für die nochmals kleinere Stimmbeteiligung.

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