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WAHLEN: Paul Winiker inseriert mit Abstand am häufigsten

Die Uni Bern hat untersucht, wie oft die acht Regierungsratskandidaten inserieren. Zwei andere Kriterien sind ebenso entscheidend.
Die acht Luzerner Regierungsratskandidaten haben in den letzten vier Wochen in zehn Zeitungen 260 Inserate geschaltet. (Bild Pius Amrein)

Die acht Luzerner Regierungsratskandidaten haben in den letzten vier Wochen in zehn Zeitungen 260 Inserate geschaltet. (Bild Pius Amrein)

66 Inserate in 10 Zeitungen während der letzten 4 Wochen: So lässt sich der Auftritt des Krienser SVP-Regierungsratskandidaten Paul Winiker in den Printmedien zusammenfassen. Im gleichen Zeitraum am zweithäufigsten für sich geworben hat die Stadtluzerner SP-Kandidatin Felicitas Zopfi: 38 Inserate, 7 Zeitungen. Auf Position drei folgt der Krienser Grüne Michael Töngi, der 36 Inserate geschaltet hat, jedoch in «nur» 3 Zeitungen. Dies zeigt eine Auswertung von David Zumbach, Politökonom an der Uni Bern (siehe Tabelle). Zumbach hat die Inseratehäufigkeit der Kandidaten in 11 Zeitungen, die im Kanton Luzern erscheinen, ausgewertet.

Von den bisherigen Regierungsräten hat Finanzdirektor Marcel Schwerzmann (parteilos, Kriens) am meisten inseriert.

SVP setzt auf Kombi-Inserate

Gross sind die Unterschiede nicht nur bei der Zahl der Inserate, sondern auch in Bezug auf die Präsenz in den Regionen. «Paul Winiker deckt den grössten Teil des Wählerkuchens ab», sagt David Zumbach. Der 58-Jährige hat mit Ausnahme des «Blicks am Abend» in allen untersuchten Printtiteln inseriert, am häufigsten in unserer Zeitung (25 Inserate).

Winiker hat aber nicht nur stark diversifiziert, sondern ist im Gegensatz zu den anderen Kandidaten auch kurz vor den Wahlen noch sehr präsent. Und: Die SVP setzt auffällig oft auf Kombi-Inserate, in denen sowohl für Winiker als Regierungsrat als auch für die SVP-Kantonsratsliste geworben wird. Winiker begründet diese Kombi-Inserate so: «Sie unterstreichen, dass der Regierungsratskandidat auch für die Partei ein wichtiger Botschafter ist.»

Das Ringen um die fünf Regierungssitze konzentriert sich inseratemässig also auf den Zweikampf zwischen SVP und SP. Die Sozialdemokratin Felicitas Zopfi: «Inserate sind im Wahlkampf wichtig, vor allem, wenn die anderen Kandidaten ebenfalls viele Inserate schalten.»

Töngis Inserate prominent platziert

Entscheidend für die Wirkung der Inserate ist laut Zumbach aber nicht nur die Häufigkeit des Erscheinens. Ebenso wichtig ist, dass die Inserate auffallen. Bei diesem Kriterium schneidet Michael Töngi sehr gut ab. «Er ist nicht nur sehr präsent, seine Kleininserate sind auch auffällig oft gut positioniert und auf prominenten Seiten platziert.» Wie viel die Kandidaten für ihre Inserate ausgegeben haben, kann Zumbach nicht sagen. Zu gross sei der Verhandlungsspielraum bei den Preisen. Klar ist dafür wiederum, dass Paul Winiker und Felicitas Zopfi auch in Bezug auf die Inseratefläche vor Michael Töngi rangieren.

Lukas Nussbaumer

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