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Ruedi Mazenauer verteidigt FDP-Sitz in Ebikon

Die FDP kann sich problemlos im Gemeinderat halten: Ihr Kandidat Ruedi Mazenauer holte fast doppelt so viele Stimmen wie Guido Müller von der SVP. Diese kündigt schon mal mehr Initiativen an, um trotzdem Einfluss nehmen zu können.
Roman Hodel
Ruedi Mazenauer, neuer Gemeinderat in Ebikon (rechts) und René Friedrich, Präsident der FDP Ebikon, stossen auf das Wahlergebnis an. (Bild: Philipp Schmidli (Ebikon, 4. März 2018))

Ruedi Mazenauer, neuer Gemeinderat in Ebikon (rechts) und René Friedrich, Präsident der FDP Ebikon, stossen auf das Wahlergebnis an. (Bild: Philipp Schmidli (Ebikon, 4. März 2018))

Ein Küsschen hier, ein Händedruck dort und das Handy oft am Ohr: Ruedi Mazenauer war am Sonntagnachmittag ein gefragter Mann. Wen wundert’s. Der 48-Jährige wurde mit einem Glanzresultat in den Gemeinderat von Ebikon gewählt. 1950 Stimmberechtigte hatten den Namen des FDPlers auf den Wahlzettel geschrieben. Das sind fast doppelt so viele, wie Guido Müller wählten. Der Kontrahent von der SVP erzielte 1072 Stimmen.

«So deutlich habe ich es nicht erwartet, ich selbst war eher unsicher», sagte Mazenauer. «Aber nun freue ich mich sehr darüber.» Er habe wohl bei der Bevölkerung mit seinem politischen Programm punkten können – etwa den Verkehr in geordnete Bahnen zu lenken. Zudem könne er sich vorstellen, dass das Resultat auch eine Hommage an seinen Vorgänger Ruedi Kaufmann sei. Der Bildungsvorsteher, ebenfalls FDP-Mitglied, war auf Ende 2017 nach einer Burn-out-Erkrankung zurückgetreten. Deshalb kam es überhaupt zur Ersatzwahl.

«Proporzgedanke wurde überstrapaziert»

Lange Gesichter gab es derweil bei der SVP: «Klar bin ich enttäuscht», so Guido Müller. «Immerhin hatten die Ebikoner dank meiner Kandidatur eine Auswahl.» Dass er einen schweren Stand haben würde, sei klar gewesen: «Ruedi Mazenauer konnte auch aufgrund der Empfehlungen von GLP und SP auf Wähler bis ins linke Lager hinein hoffen – wir standen allein da.» Dies ärgert Müller umso mehr, weil die SVP gemäss Wähleranteil mit 28 Prozent die zweitstärkste Partei in Ebikon ist. Die FDP zählt 14 Prozent. «Der Proporzgedanke wurde bei dieser Ersatzwahl einmal mehr überstrapaziert», sagte Müller. Um dennoch politisch Einfluss nehmen zu können, kündigt die Partei an, vermehrt auf Initiativen zu setzen.

Müller, SVP-Fraktionschef im Kantonsrat, stellte sich schon mehrmals für Exekutivämter zur Verfügung, zuletzt 2012 in Ebikon als Präsident. Es blieb stets beim Versuch. Trotzdem schliesst der 60-Jährige nicht aus, sich irgendwann «wieder zur Verfügung zu stellen», wie er sagt: «Ich hoffe aber, dass die Partei auch andere Kandidaten aufbaut.»

Mit der Wahl von Ruedi Mazen­auer ist der fünfköpfige Ebikoner Gemeinderat wieder komplett. Das freut nicht zuletzt Gemeindepräsident Daniel Gasser (CVP): «Es bedeutet für uns eine Entlastung, denn wir konnten einige Zeit lang nur zu viert agieren.» Wann der Inhaber der Firma «Dein Büro» sein 30-Prozent-Amt antreten wird, ist noch offen. Sofern in den nächsten zehn Tagen keine Einsprachen gegen die Wahl eingehen, soll Mazenauer laut Gasser «so bald wie möglich» vereidigt werden. An jener Sitzung entscheidet der Gemeinderat dann auch, ob der FDPler von seinem Vorgänger das Bildungsressort übernimmt oder ob es zu einer Ressort-Rochade kommt.

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