WAHLKAMPF: So viel zahlen Politiker für ihre Kampagne

Eine Wahlkampf-Kampagne ist teuer. Einzelne Politiker investieren bis zu 25'000 Franken für einen Sitz im Kantons­parlament.

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Das Regierungsgebäude des Kantons Luzern. Eine Kandidatur für das Parlament kann viel Geld kosten. (Bild Laura Vercellone/Neue LZ)

Das Regierungsgebäude des Kantons Luzern. Eine Kandidatur für das Parlament kann viel Geld kosten. (Bild Laura Vercellone/Neue LZ)

Ein Sitz in einem kantonalen oder eidgenössischen Parlament führt vielfach übers Portemonnaie. Eine Kandidatur für die Wahl ins Luzerner Kantonsparlament etwa kann bis zu 25'000 Franken kosten, wie verschiedene Luzerner Partei­vertreter, die ihre Namen nicht in der Zeitung lesen wollen, bestätigten. In der Regel bewege sich der Betrag von Privatgeldern für die Kantonsratswahlen jedoch im vierstelligen Bereich. Personen ohne öffentliches Mandat müssten insgesamt mehr Geld investieren.

«Ich habe 4000 Franken bei den letzten Wahlen aus dem eigenen Sack bezahlt», sagt ein SVP-Politiker. Fünfstellige Beträge ausgeben für die Aussicht auf einen Kantonsratssitz bezeichnet er als «Verhältnisblödsinn».

Teurer Sitz in Bern
Noch teurer wirds für einen Sitz in Bern. Nominierte Politiker bringen für eine Kandidatur in den National- oder Ständerat «20'000 bis 50'000 Franken» auf, sagen Politiker. Genaue Zahlen wollte aber niemand bekannt geben.

Es sei aber auch ohne dickes Portemonnaie möglich, in ein Parlament gewählt zu werden, werfen verschiedene Luzerner Politiker ein. Gewisse Leute würden weniger Geld, dafür umso mehr Zeit für ihre Kampagnentätigkeit aufwenden, hiess es aus Parteikreisen weiter. Unterstützung erhalten die Kandidaten von ihren Parteien. Diese wenden für das Wahlkampfjahr 2011 zwischen 90'000 und 295'000 Franken auf.

Thomas Oswald/Harry Tresch

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.