Wahlpodium: Zehn Kandidaten im Härtetest

Ordnungsprobleme in der Stadt Luzern? Kulturstreit? Verkehrschaos? Heute Mittwoch stellen sich die Stadtratskandidaten der öffentlichen Diskussion.

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Die Kandidaten für den Luzerner Stadtrat. Jene mit Sternchen (*) kandidieren auch fürs Stadtpräsidium. (Bild: Neue LZ)

Die Kandidaten für den Luzerner Stadtrat. Jene mit Sternchen (*) kandidieren auch fürs Stadtpräsidium. (Bild: Neue LZ)

Drei Ämter im fünfköpfigen Luzerner Stadtrat sind bald vakant. Ursula Stämmer-Horst(SP) und Stefan Roth (CVP) stellen sich dagegen zur Wiederwahl – und sie erhalten Konkurrenz aus einem grossen Kandidatenfeld: Adrian Borgula (Grüne), Adelino de Sa (Juso), Philipp Federer (parteilos), Rolf Hermetschweiler (SVP), Manuela Jost(Grünliberale), Martin Merki (FDP), Marc-César Welti (parteilos) und Beat Züsli (SP) stellen sich zur Wahl in die Exekutive. Und von diesen zehn peilen gleich deren fünf das Stadtpräsidium an: Borgula, Jost, Roth, Stämmer und Welti.

Start um 19 Uhr

Alle zehn Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich heute Mittwoch der öffentlichen Diskussion (19 Uhr, Bringolfsaal Hotel Schweizerhof, Eintritt frei). Die von unserer Zeitung organisierte Veranstaltung wird von Jérôme Martinu, Leiter regionale Ressorts, und Christian Bertschi, Reporter Politik, geleitet.

Eingeleitet wird die Podiumsrunde mit Kurzstatements von allen zehn Stadtratskandidaten zum Thema Finanzen. Wie sieht der Stadtluzerner Finanzhorizont aus: Braucht es eine Steuererhöhung? Oder: Welche Leistungen soll die Stadt abbauen, wenn die Mittel nicht ausreichen?

Das Los entscheidet

Im Anschluss wird in drei Gruppen diskutiert. Diese Gruppen werden vor Ort ausgelost. Denn ein Stadtrat wird nicht in eine Funktion, sondern lediglich in das Kollegium gewählt. Folglich muss sich jeder Kandidat in allen relevanten Bereichen auskennen. In den ausgelosten Gruppen wird jeweils eines der drei folgenden Themen diskutiert:

Ordnung und Sicherheit:Wie gross ist der Leidensdruck der Stadt und ihrer Einwohner? Luzern ist eine Kultur- und Tourismusstadt– aber für wen genau? Wie soll sich die Kulturpolitik weiterentwickeln? Verkehrsprobleme: Visionen für die Zukunft gibts genug. Aber welches sind die Lösungen im Hier und Jetzt?

Fragerunde mit dem Publikum

Selbstverständlich wird auch Platz sein für Fragen aus dem Publikum an die Adresse der Kandidatinnen und Kandidaten. «Eine offene Wahl-Diskussionsveranstaltung ist immer auch eine wertvolle Möglichkeit, sich von den Kandidatinnen und Kandidaten ein zusätzliches Bild zu machen», nennt Jérôme Martinu, Leiter regionale Ressorts, den Grund, weshalb dieses Podium von der «Neuen Luzerner Zeitung» veranstaltet wird.

Gemäss Martinu sind solche Podien immer auch ein Stück weit ein öffentlicher Härtetest – zumal die Kandidaten wie hier nicht genau wissen, mit wem und zu welchem Thema sie diskutieren werden: «Wie tritt eine Person auf? Wie verständlich und gehaltvoll argumentiert sie? Kann sie in der Diskussion auch spontan reagieren? Geht sie auf Fragen richtig ein? Das sind kommunikative Fähigkeiten, die in der heutigen Zeit im Zusammenhang mit einem politisch-öffentlichen Amt wichtig sind», so Martinu.

red

Auf ein Kafi mit den Kandidaten

Wer Lust auf ein persönliches Gespräch mit den zehn Kandidatinnen und Kandidaten hat: Am Samstag, 21. April, veranstaltet unsere Zeitung von 9.30 bis 12 Uhr ein «Meet&Greet» in der Kornschütte im Luzerner Rathaus. Der Anlass soll eine Plattform für den lockeren Austausch bei Kafi und Gipfeli (gratis) sein.

Fragen an den «Stapi»

Eingebettet in den Anlass wird eine Talkrunde mit den fünf Politikerinnen und Politikern, die für das Amt des Stadtpräsidenten kandidieren. Unsere Redaktion sammelt bereits im Vorfeld Erwartungen und Fragen der Luzerner an die künftige Stadtpräsidentin oder den künftigen Stadtpräsidenten. Schicken Sie Ihre Fragen bitte unter Angabe von Name und Adresse per E-Mail an die Redaktion: stadt@luzernerzeitung.ch