WAHLSYSTEM: Pukelsheim: Die Grünen rufen das Gericht an

Die Grünen sind ans Verfassungsgericht gelangt. Sie verlangen gerechtere Landratswahlen – nach dem System des Mathematikers Pukelsheim.

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(Symbolbild Guido Röösli/Neue LZ)

(Symbolbild Guido Röösli/Neue LZ)

Nidwalden wählt den Landrat seit 1982 im Proporz. Wegen der kleinen Wahlkreise (Gemeinden) ergeben sich erhebliche Unterschiede, welchen Stimmenanteil eine Partei in einer Gemeinde erreichen muss, um einen Landratssitz zu ergattern. Während in Stans gut 8 Prozent der Stimmen reichen, sind in Emmetten über 33 Prozent nötig. Die Stimmen der einzelnen Bürger zählen somit rechnerisch nicht überall gleich viel.

Dies sei verfassungswidrig, sind die Grünen Nidwalden überzeugt. Deshalb haben sie eine Beschwerde beim Verfassungsgericht deponiert. Sie verlangen, dass die Landratswahlen 2010 nach der Methode des Mathematikers Friedrich Pukelsheim – einem zweistufigen Proporz-Wahlverfahren – erfolgen sollen. Im ersten Schritt werden sämtliche Listenstimmen in einen kantonalen Topf geworfen. Daraus wird die gesamte Sitzzahl pro Partei errechnet. Demnach zählt im Unterschied zu heute jede Stimme, also auch jene aus Gemeinden, in denen es einer Partei nicht für einen Sitzgewinn reicht.

Geri Wyss

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.