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Waldbrandgefahr im Kanton Luzern auf Maximalstufe erhöht

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr weiter an. In Absprache mit den Zentralschweizer Kantonen erhöht der Kanton Luzern die Gefahrenstufe für das ganze Kantonsgebiet auf sehr gross (Stufe 5 von 5).
Mit Plakaten wird im Kanton Luzern – hier im Wald von Greppen – auf das Feuerverbot und die Waldbrandgefahr aufmerksam gemacht. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Greppen, 26. Juli 2018)))

Mit Plakaten wird im Kanton Luzern – hier im Wald von Greppen – auf das Feuerverbot und die Waldbrandgefahr aufmerksam gemacht. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Greppen, 26. Juli 2018)))

Das seit Wochen andauernde, hochsommerliche Wetter mit nur wenigen, unterschiedlich ausgeprägten Niederschlägen verschärft das Waldbrandrisiko weiter. Im ganzen Kantonsgebiet wird die Trockenheit zunehmend sichtbar: Im offenen Land prägen braun-gelb ausgetrocknete Strassenränder, Böschungen, Felder und Wiesen das Landschaftsbild. Die Trockenheit wird auch an Bäumen sichtbar. Je nach Standort hat bei den Laubbäumen die Herbstverfärbung eingesetzt. Es können absterbende Bäume beobachtet werden.

Die Herbstvervärbung ist ein natürlicher Schutzmechanismus

Das Phänomen der vorzeitigen Herbstverfärbung mit Blattfall ist ein natürlicher Schutzmechanismus. Dadurch wird die Wasserverdunstung durch die Blätter eingestellt. Aufgrund bisheriger Erfahrungen treiben diese Bäume im nächsten Frühling wieder aus. Bei absterbenden Bäumen sind die Blätter braun und der Blattfall setzt erst später ein. Das Ausmass ist aktuell nicht abschätzbar, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Luzern vom Dienstag.

Alle diese Phänomene haben zur Folge, dass zusätzlich trockenes und damit sehr leicht brennbares Pflanzenmaterial verfügbar ist. Unterstützt durch Winde verschärft sich das Wald- und Flurbrandrisiko weiter. In Absprache mit den Zentralschweizer Kantonen erhöht der Kanton Luzern die Waldbrandgefahrenstufe auf den Maximalwert 5 «Waldbrandrisiko sehr gross».

Grösste Vorsicht im Umgang mit brennbaren Materialien

Das bereits bestehende absolute Feuerverbot und die damit zusammenhängenden Regelungen bleiben bestehen. Die Bevölkerung wird zusätzlich zu grösster Vorsicht im Umgang mit brennbaren Materialien aufgerufen. Die sich vielerorts abzeichnende Wasserknappheit stellt im Brandfall auch für die im Einsatz stehenden Löscheinheiten von Polizei und Feuerwehren eine spezielle Herausforderung dar.

Nach wie vor bedarf es länger andauernder Niederschläge, damit sich die Situation entschärft. Die Forstbehörden stehen in Kontakt mit Polizei und Feuerwehr sowie den übrigen Zentralschweizer Kantonen und beobachten die Situation laufend. Eine Neubeurteilung erfolgt frühestens gegen Ende der laufenden Woche. (zim/pd)

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