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Luzerner Stadtrat will Zimmeregg-Badi für 12,5 Millionen modernisieren

Das Littauer Waldschwimmbad ist sanierungsbedürftig. 2021 soll es daher umfassend erneuert werden. Der Luzerner Stadtrat vollzieht mit diesem Vorhaben eine Kehrtwende.
Beatrice Vogel
Die älteste Rutschbahn in der Zimmeregg-Badi wird erneuert und zum Nichtschwimmerbecken verlegt. Bild: Dominik Wunderli (Littau, 17. August 2018)

Die älteste Rutschbahn in der Zimmeregg-Badi wird erneuert und zum Nichtschwimmerbecken verlegt. Bild: Dominik Wunderli (Littau, 17. August 2018)

26'000 Besucher verzeichnet es im Schnitt pro Saison – das Waldschwimmbad Zimmeregg ist bei Littauern sehr beliebt. Mit seinen drei Rutschbahnen und der lauschigen Lage im Wald ist es vor allem für Familien ideal. Deshalb will der Luzerner Stadtrat das 1965 erbaute Freibad weiterhin als Ganzes erhalten.

Das war nicht immer so. Die Zimmeregg-Badi ist ein Sorgenkind der Stadt Luzern. 2014 war sie geschlossen, da im Farbanstrich der Becken Chlorverbindungen entdeckt worden waren, die seit 1986 wegen schädlicher Eigenschaften verboten sind. 2015 wurden die nötigsten Schadstoffsanierungen vorgenommen, sodass das Bad heute gefahrlos genutzt werden kann.

«Wir wollen alle Altlasten loswerden»

Dennoch bleibt der Sanierungsbedarf bestehen – auch, weil die wassertechnischen Anlagen noch aus der Bauzeit stammen. Zunächst wollte der Stadtrat aus finanziellen Gründen das Freibad mit einer Minimalvariante für 5 Millionen Franken sanieren. Dann hätten das Schwimm- und das Sprungbecken aufgehoben werden müssen, wogegen sich CVP- und SVP-Politiker mittels Postulat wehrten (wir berichteten).

Wohl auch deshalb – und aufgrund der heute besseren Finanzlage – hat der Stadtrat eine Kehrtwende vollzogen: Er will die Zimmeregg-Badi für 12,5 Millionen Franken sanieren und alle Becken beibehalten. «Wir wollen diesen besonderen Freizeitort in naturnaher Umgebung erhalten und seine Attraktivität steigern», sagt Baudirektorin Manuela Jost (GLP). Unter anderem sind folgende Massnahmen geplant: Neben der Erneuerung der technischen Anlagen sollen alle Becken mit Chromstahlwannen ausgekleidet werden, «das ist günstiger im Unterhalt und nachhaltiger als Kunststoff», so Jost. Dadurch könne auch der Wasserverbrauch stark reduziert werden. Zuvor sollen alle verbliebenen Schadstoffe entfernt werden. «Wenn wir sanieren, dann wollen wir alle Altlasten loswerden.» Die Schadstoffsanierung wird rund 500'000 Franken kosten.

50-Meter-Becken wird halbiert

Darüber hinaus soll das 50-Meter-Becken auf 25 Meter verkürzt werden. Der Bedarf für ein langes Becken sei nicht mehr vorhanden, da es in der Umgebung mehrere 50-Meter-Becken gibt und im Zimmeregg keine Sportklubs trainieren. Dafür soll das Becken künftig auch für den Schulsport genutzt werden. Möglich ist zudem ein höherer Sprungturm. Die orange Rutschbahn oberhalb des Schwimmbeckens wird ersetzt und der Standort an den Rand des Nichtschwimmerbeckens verlegt. Auch das Planschbecken und der Kinderspielplatz werden erweitert. Möglich ist ein Robinson-Spielplatz mit Wasserspielen, der auch in der Nebensaison zugänglich sein soll. Der Restaurantbereich wird ausgebaut und mit einem gedeckten Raum erweitert, der beispielsweise für Events gemietet werden kann. Die Infrastruktur des Schwimmbads soll dadurch über die Badesaison hinaus genutzt werden können.

Eine Machbarkeitsstudie rechnet für die Sanierung mit 14 Millionen Franken. Der Stadtrat hat jedoch festgelegt, dass 12 Millionen reichen müssen. Inklusive Schadstoffsanierung soll die Erneuerung der Badi also rund 12,5 Millionen Franken kosten. Zunächst beantragt der Stadtrat einen Planungskredit von 870'000 Franken. Das Parlament behandelt diesen am 20. September. Vorgesehen ist, dass der Ausführungskredit im November 2019 ins Parlament kommt. Zwischen September 2021 und Juni 2022 soll die Sanierung erfolgen. Jost: «Das Ziel ist, keine Badesaison aussetzen zu müssen.»

Seit Fusion im Besitz der Stadt Luzern

Das Waldschwimmbad Zimmeregg wurde 1965 von der gleichnamigen Littauer Genossenschaft gebaut. Die Genossenschaftsanteile der Gemeinde Littau gingen mit der Fusion an die Stadt Luzern über. Die Genossenschaft wurde aufgelöst. Ab 2012 übernahm die Hallenbad Luzern AG den Betrieb des Bades. Sie betreibt im Auftrag der Stadt Luzern auch das Hallenbad Allmend, das Strandbad Tribschen, das Eiszentrum Luzern und das Sportcenter Würzenbach.

Das Waldschwimmbad Zimmeregg in Littau ist vor allem bei Familien und Kindern wegen der vielen Rutschbahnen beliebt. Hier das Nichtschwimmerbecken mit der Breitwellenrutschbahn. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Allerdings ist das Freibad schon seit längerem sanierungsbedürftig. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Insbesondere die technischen Anlagen sind veraltet. Die Filterbecken müssen noch manuell betrieben werden. Im Bild Bademeister Claudio Walker im Technikraum. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Das Freibad wurde 1965 erbaut. Der Eingangsbereich, das Restaurant und die Garderoben wurden 1988 erneuert und erweitert. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Der Luzerner Stadtrat will nun das Freibad zwischen 2021 und 2022 für 12,5 Millionen Franken sanieren, erneuern und von Altlasten befreien. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Für die Planung der Sanierung beantragt der Stadtrat beim Parlament einen Projektierungskredit von 870'000 Franken. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Bei der Sanierung soll das Streckenschwimmbecken von 50 auf 25 Meter verkürzt werden. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Eine Option ist, einen etwas höheren Sprungturm zu erstellen. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Livio (12, links) und sein Bruder Gino (7) bei der 2017 neu installierten und sehr beliebten Jumpsliderutsche. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)

Die älteste Rutschbahnanlage soll ersetzt werden und einen neuen Standort beim Nichtschwimmerbecken erhalten. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Livio (12, rechts) und sein Bruder Gino (7, links) geniessen die freie Rutschbahn. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)

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Die Zimmeregg-Badi in Littau ist sanierungsbedürftig

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